Frankfurt: Dost zurück im Mannschaftstraining

Wettlauf gegen die Zeit für Nationalspieler Kamada

Daichi Kamada

Nach erheblichen Reisestrapazen: Daichi Kamada wird am Mittwoch aus Japan zurückerwartet. imago images

Über den Sinn und Unsinn der zahlreichen Länderspielpausen und die Terminierung der einzelnen Spiele lässt sich nicht erst seit diesem Jahr trefflich streiten. Normalerweise sollten Spiele für das eigene Land eine Belohnung und Ehre darstellen, den Spieler in seiner Entwicklung fördern, nicht aber seine Einsatzchancen im Klub mindern. Insofern dürfte die Partie in Tadschikistan für Kamada zumindest einen faden Beigeschmack besitzen. Denn eine Reise quer über den asiatischen Kontinent nach Japan und zurück nach Frankfurt schüttelt selbst ein junger Mann normalerweise nicht binnen eines Tages aus den Knochen.

Erst am Mittwochnachmittag wird Kamada in Frankfurt zurückerwartet. Am Abschlusstraining am Donnerstag wird er voraussichtlich zwar teilnehmen können, doch ob Trainer Adi Hütter das ausreicht, um dem Japaner gegen Leverkusen ein Startelf-Mandat zu erteilen, ist zumindest fraglich. Sollte der offensive Mittelfeldspieler nicht wach und ausgeruht sein, könnte es die bessere Wahl sein, ihn erst einmal draußen zu lassen.

Dost trainiert wieder mit dem Team

Djibril Sow, der am Dienstagabend mit der Schweiz auf Irland trifft, und Sebastian Rode könnten als Doppel-Acht aus dem Mittelfeld heraus für Akzente nach vorne sorgen. Als Absicherung dahinter fungieren könnten Gelson Fernandes oder Dominik Kohr, der gegen seinen Ex-Klub besonders heiß ist. Die andere Möglichkeit: Hütter sichert mit einer Doppelsechs ab und beordert Sow zentral davor auf die Zehn. Ganz ausschließen sollte man einen Startelf-Einsatz Kamadas freilich nicht.

Das gilt auch für Bas Dost, der zuletzt gegen Werder Bremen wegen muskulärer Probleme fehlte. Der Wandstürmer trainierte während des letzten öffentlichen Trainings der Woche am Dienstagvormittag individuell in den Katakomben, stieg laut eines Klubsprechers aber am Nachmittag ins nichtöffentliche Mannschaftstraining ein. Sollte Dost die kommenden Tage ohne Rückschlag voll mit der Mannschaft trainieren können, wird er gegen Leverkusen mindestens im Kader stehen, könnte aber auch in der ersten Elf auftauchen. Ein Risiko wird Hütter bei dem 30 Jahre alten Knipser allerdings nicht eingehen, im Zweifelsfall wird er erneut dem Duo Goncalo Paciencia/André Silva das Vertrauen schenken.

Julian Franzke