Hannover will erstmals zuhause gewinnen

Stammspieler Stendera? "Außer Messi und Ronaldo gibt es keine"

Marc Stendera

"Habe immer viel gearbeitet": Hannovers Marc Stendera imago images

Die Stimmung bei Hannover 96 ist derzeit im Keller und damit in ähnlichen Gefilden wie der Platz im Klassement. Elf Punkte aus neun Spielen bedeuten Platz elf in der Tabelle - zu wenig für die Ansprüche der Niedersachsen. Nach dem desaströsen 0:4 gegen Nürnberg folgte zwar mit einem 2:0 gegen Dynamo Dresden eine passende Antwort, auf einen Heimsieg wartet man beim Team von Mirko Slomka aber weiter. Der soll am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen den VfL Osnabrück endlich perfekt gemacht werden.

Dabei mithelfen will auch Stendera. Gegen Dynamo war er mit zwei Vorlagen maßgeblich am Sieg beteiligt (kicker-Note 2,5), auch beim 1:2 im Test gegen Arminia Bielefeld war er erfolgreich (trotz verschossenem Elfmeter). Insofern dürfte der 23-Jährige beste Karten haben, um im Niedersachsen-Duell zum Stammpersonal zu gehören. Wobei er mit der Auslegung des Begriffs so seine Probleme hat: "Außer Messi und Ronaldo gibt es für mich keine Stammspieler", lächelt er und gibt an, selbst immer "jede Woche kämpfen" zu müssen, "um zu spielen".

Kämpfen ist der richtige Begriff, denn der Mittelfeldmann musste sich in seinen jungen Jahren bereits des Öfteren nach schweren Verletzungen zurückkämpfen. 2016, noch im Trikot von Eintracht Frankfurt, waren es ein Kreuzbandriss, Knie- und Rückenprobleme sowie Schulter- und Sprunggelenkverletzungen, die dem einstigen Junioren-Nationalspieler herbe Karriereknicke bescherten.

Es ist schön für mich zu sehen, dass ich schon auf so einem guten Level bin. Es hat sich gelohnt, dass ich mir den Arsch aufgerissen habe.

Daniel Stendera

Dass er nun bei 96 wieder Fußball spielen darf, erfüllt Stendera mit Dankbarkeit: "Ich bin froh, dass ich spielen darf und Vertrauen bekomme", so der gebürtige Hesse. "Es ist schön für mich zu sehen, dass ich schon auf so einem guten Level bin. Es hat sich gelohnt, dass ich mir den Arsch aufgerissen habe."

Anders als das Hannoversche Umfeld bleibt Stendera ob der derzeitigen Situation gelassen. "Einige Spieler, so wie auch ich, sind ja erst nach Saisonbeginn gekommen", ist er sich sicher, dass "alles seine Zeit" brauche. Nun soll möglichst schon gegen Osnabrück ein deutlicher Aufschwung sichtbar sein. Spätestens aber in ein paar Wochen will sich der Spieler mit seinem Team in die Spitzengruppe hochgearbeitet haben. Denn: "Das ist schon unser Anspruch."

kög/gm