Hertha muss um Vizekapitän bangen

Stark-Einsatz in Bremen sehr fraglich

Niklas Stark

Sein Einsatz ist sehr fraglich: Niklas Stark. imago images

Ob allerdings Niklas Stark bei diesem Vorhaben mitwirken kann, ist sehr fraglich. Der 24 Jahre alte Innenverteidiger hatte zuletzt wegen Magen-Darm-Beschwerden und einer Wadenverletzung sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft bei den Partien gegen Argentinien (2:2) und in Estland (3:0) verpasst. Gerade die Wunde, die sich Stark im Trainingslager des DFB-Teams an einer Tischkante zugezogen hatte und die genäht werden musste, stellt seinen Einsatz in Bremen infrage. Der 1,90 Meter große Abwehrspieler weilte am Dienstag im Trainingszentrum von Hertha, um sich behandeln zu lassen. "Man muss mal gucken", sagte Covic nach der Einheit am Vormittag, "es wird sich zeigen, wie der Heilungsprozess verläuft. Es ist im Moment nicht abzusehen, ob es bei ihm reicht. Es wird - wenn überhaupt - eine Punktlandung."

Starks Ausfall würde das Innenverteidiger-Duo Stark/Dedryck Boyata sprengen, das sich zuletzt beim Aufschwung der Berliner bewährt hatte. Stark selbst hatte nach mäßigem Saisonstart bei den beiden jüngsten Erfolgen in Köln (4:0, kicker-Note 2) und gegen Düsseldorf (3:1, kicker-Note 2,5) gute Leistungen gebracht. Covic fühlt mit seinem Vizekapitän und nennt dessen Malheur "sehr bitter, weil er zwei Länderspiele hätte machen können. Aber nichtsdestotrotz weiß er, dass er, wenn er in Berlin seine Hausaufgaben macht, die Möglichkeit wieder bekommen wird, eingeladen zu werden."

Skjelbred soll am Mittwoch wieder zur Mannschaft stoßen

Außer den Nationalspielern Rune Jarstein (Norwegen), Boyata (Belgien), Peter Pekarik (Slowakei), Vladimir Darida (Tschechien), Mathew Leckie (Australien) und Daishawn Redan (U 19 Niederlande) trainierten am Dienstag auch Javairo Dilrosun, Per Skjelbred und Eduard Löwen nicht mit dem Team. Skjelbred (Zahn-OP) arbeitete auf einem Nebenplatz individuell, Dilrosun, der wegen Rückenproblemen vorzeitig von der niederländischen U 21 zurückgekehrt war, absolvierte sein individuelles Programm arbeitete ebenso wie Löwen (Knieprobleme) im Trainingszentrum. Skjelbred soll laut Covic "am Mittwoch wieder zur Mannschaft stoßen - wenn alles normal läuft".

Andreas Hunzinger