Borusse will in spätestens zwei Wochen wieder einsteigen

Ginter: "Tabelle wird zu 99 Prozent noch durchgewirbelt"

Matthias Ginter

Verpasst das Borussen-Duell: Matthias Ginter. imago images

Von seiner Verletzung war Ginter nichts anzumerken, als er am Montagabend zusammen mit seiner Frau Christina im Historischen Kaufhaus in Freiburg die mehr als 100 Gäste zu einer Spenden-Gala seiner Stiftung empfing. "Es hätte deutlich schlimmer kommen können", sagte der 25-Jährige. Gut eine Woche nachdem er sich im Spiel gegen Augsburg die Schulter ausgekugelt hat, will er schon wieder mit dem Laufen beginnen, und er hofft, in spätestens zwei Wochen wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen. Für das Duell der Gladbacher am Samstagabend bei seinem Ex-Klub Dortmund wird es also noch nicht reichen, was ihn ein bisschen wurmt. "Es ist immer sehr ärgerlich, wegen einer Verletzung Spiele zu verpassen, aber es ist nochmal drei, vier Prozentpunkte ärgerlicher, wenn es ein Topspiel in der Bundesliga ist", sagte Ginter, "aber wir haben eine gute Mannschaft, die in Dortmund etwas mitnehmen kann."

Freiburg im Europapokal?

Dass die Gladbacher beim BVB auch ihre Tabellenführung verteidigen können, spielt für den Verteidiger keine so große Rolle. "Es sind erst sieben Spieltage rum, wir wissen alle, dass die Tabelle zu 99 Prozent noch sehr durchgewirbelt wird", so Ginter. Momentan gehe es im oberen Tabellendrittel sehr eng zu, so dass "daran noch nicht wirklich etwas abzulesen" sei - "aber es ist schön, dass wir oben stehen". Dass auch sein Ausbildungsverein SC Freiburg oben mitmischt, freut den gebürtigen Freiburger. "Sie haben es sehr gut gemacht bis jetzt, sie haben viele Spiele knapp gewonnen, was eine gewisse Stabilität bedeutet", urteilte Ginter. Dass die Leistungsträger vor dieser Saison gehalten werden konnten - "an einem Standort, der immer mit Abgängen rechnen muss" -, ist für ihn ein Grund für dieses Zwischenhoch. Bei einer Saisonprognose für seinen Ex-Verein wollte er sich "nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich schätze mal, dass sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden", und er fügte hinzu: "Pro Saison ist immer eine Überraschungsmannschaft im Europapokal, aber da ist noch ein langer Weg zu gehen."

"Es macht sehr große Freude, den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern"

Leki, Ginter, Christina Günter, Günter

Matthias Ginter (2.v.l.) mit Oliver Leki, Christina Ginter und Christian Günter. Daniela Frahm

Darüber wurde wahrscheinlich auch am Montagabend ein bisschen gefachsimpelt, denn bei der Gala seiner Matthias-Ginter-Stiftung begrüßte er neben lokaler Prominenz auch die SC-Profis Christian Günter und Dominik Heintz sowie SC-Finanzvorstand Oliver Leki. Bundestrainer Joachim Löw kam erst etwas später dazu, als der nicht-öffentliche Teil des Abends begonnen hat, bei dem unter anderem Trikots versteigert wurden. "Wir hoffen, dass die Stiftung weiter wächst, wir haben schon viele Projekte und es macht sehr große Freude, den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern", sagte Ginter. Er hat die Stiftung vor anderthalb Jahren zusammen mit seiner Frau in Freiburg gegründet, um körperlich, geistig und sozial benachteiligten Kindern zu helfen. "Sie sind Vorbilder für uns", sagte sein ehemaliger Mitspieler Günter, der mit seiner Frau Katrin gekommen war, die wie Christina Ginter im kommenden Jahr ein Kind erwartet.

Daniela Frahm

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