Regionalliga

Aschaffenburg klettert und hat Großes vor

Sechster Pflichtspielsieg in Folge

Aschaffenburg klettert und hat Großes vor

Viktoria Aschaffenburg

Großer Jubel bei den Spielern von Viktoria Aschaffenburg nach dem 3:2-Erfolg über den FC Augsburg II. imago images

Mit dem Sieg über die Zweitvertretung des FC Augsburg klettert Aschaffenburg tabellarisch auf Rang drei. Die Mannschaft von Jochen Seitz zeigte gegen die Fuggerstädter große Moral und drehte ein zwischenzeitliches 0:2 zu einem 3:2-Erfolg. Es war der fünfte Saisonsieg hintereinander.

"Klammert man einmal die ersten 20 Minuten aus, so haben wir 70 Minuten lang das Spiel bestimmt. Insgesamt waren wir die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen", wird Trainer Seitz auf der Vereinswebsite zitiert.

Ob in dieser Saison schon der ganz große Wurf gelingt, ist eher fraglich. Der Abstand auf den ambitionierten Aufsteiger Türkgücü München an der Tabellenspitze beträgt mittlerweile acht Punkte, das zweitplatzierte Schweinfurt ist fünf Zähler entfernt. Das Nahziel der Viktoria ist dennoch der Aufstieg, das unterstrich in den vergangenen Tagen der Verwaltungsratsvorsitzende Gerhard Rienecker. Dazu will er die Vereinsführung professionalisieren, Entscheidungen beschleunigen und Marketingstrategien entwickeln. "Viktoria 4 future" nennt der erfolgreiche IT-Unternehmer sein Programm. Mit ersten Konsequenzen: Holger Stenger und Stefan Sickenberger sind vergangene Woche "wegen unüberbrückbaren Differenzen" aus dem Vorstand zurückgetreten.

In drei Jahren soll der Klub in die 3. Liga aufsteigen, dazu benötigt die Viktoria allerdings Geld. "Geld schießt Tore und wir haben zu wenig Geld", sagte Rienecker. So hat der Unternehmer umfassende Maßnahmen veranlasst. Wenn diese greifen, soll - wenn es nach Rienecker geht - in der 3. Liga noch nicht Schluss sein. Er kann sich einen Aufstieg in die 2. Bundesliga schon zur Saison 2026 vorstellen. Die Realität heißt aber zunächst FV Illertissen - der gastiert am Samstag in Aschaffenburg.

fob/KG