Stimmen zum Spiel in Estland

Reus: "Dann habe ich meinen Namen gehört"

Marco Reus

"Eine instinktive Situation": Marco Reus. imago images

Joachim Löw (Bundestrainer): "Ich bin natürlich froh, es war ein schweres Stück Arbeit. Wir mussten uns, nachdem wir dezimiert waren, erst einmal fangen. Das Entscheidende war, dass wir nicht nervös geworden sind und die Tore erzielt haben.

Manuel Neuer (Kapitän): "Ich fand es jetzt nicht so blamabel in der ersten Halbzeit. Es war eine Frage der Zeit. Wir haben sie über die Fitness bekommen, hatten ein gutes Positionsspiel, das war nicht so schlecht. Die Seriosität war drin gewesen. Es war natürlich nicht einfach nach der Roten Karte. Man muss ein bisschen umstellen, das war dann schon ein anderes Spiel. Wir haben schon eine Zeit gebraucht, aber es in der zweiten Halbzeit gut gemacht. Über 90 Minuten perfekt zu spielen, das ist natürlich auch schwer bei einer Mannschaft, die sich erst finden muss."

Marco Reus: "In der ersten Halbzeit haben wir echt schlecht gespielt. Die Rote Karte war nicht so gut, der Zeitpunkt nicht günstig. In der Kabine mussten wir uns erstmal sammeln, unsere Grundausrichtung ändern. Es war wichtig, dass wir in der zweiten Halbzeit mit breiter Brust rausgehen und unser Spiel aufziehen. Beim zweiten Tor von Ilkay wollte ich eigentlich schießen, habe dann aber meinen Namen gehört. Mir war klar, dass einer hinter mir ist. Dann habe ich gesehen oder gehört, dass es Ily war. Es eine instinktive Situation. Wir haben mehrfach betont, dass es nicht positiv ist, dass so viele absagen müssen. Es bleibt nicht mehr so viel Zeit, wir müssen uns sputen. Wir hoffen, dass im nächsten Lehrgang wieder alle dabei sind und wir uns einspielen."

Niklas Süle: "Die Rote Karte hat unserem Spiel natürlich schon geschadet, da mussten wir uns erstmal fangen. In der Halbzeit haben wir dann einen Plan gemacht, wie wir die Esten knacken. Die Einstellung stimmte."

Timo Werner: "Es war ein schweres Spiel. Am Ende ist es ein verdienter Sieg. Wir haben uns gute Torchancen herausgespielt und hinten nichts mehr anbrennen lassen. In der Nationalmannschaft hat es bei mir in den letzten Monaten etwas gehapert, ich bin froh, dass ich heute ein Tor erzielen konnte."

bst

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