Valbuena-Affäre verfolgt den Real-Stürmer weiterhin

Deschamps: Benzema-Rückkehr "wäre nicht gut für Frankreich"

Ein Bild vergangener Tage: Karim Benzema und Didier Deschamps gemeinsam bei der Equipe Tricolore.

Ein Bild vergangener Tage: Karim Benzema und Didier Deschamps gemeinsam bei der Equipe Tricolore. imago images

In einer am Freitag ausgestrahlten TV-Dokumentation auf "TF1" erklärte Deschamps: "Es ist eine sportliche Entscheidung. Ich glaube einfach nicht, dass seine Nominierung gut wäre für das Nationalteam. Meine Entscheidungen fälle ich, indem ich darüber nachdenke, was das Beste im Interesse Frankreichs ist - und was es bedeutet, unser Land zu repräsentieren. Und das ist alles."

Benzema hatte sich Ende 2015 mit der Sexvideo-Affäre rund um Mathieu Valbuena ins Abseits gespielt und wurde auch nicht für die Heim-EM 2016 nominiert. Der Real-Stürmer hatte daraufhin behauptet, Deschamps habe sich dem "Druck des rassistischen Teils von Frankreich gebeugt". Im vergangenen Januar wehrte sich Deschamps dagegen vehement: "Das werde ich nie vergessen. In dem Moment ist eine Grenze überschritten worden. Ich wähle französische Spieler aus, alle sind Franzosen, und es ist noch nie vorgekommen, dass ich jemanden nicht nominiert habe aufgrund seiner Hautfarbe oder Religion."

Deschamps sagte zudem, es gebe "nur eine Wahrheit im Leben. Es kann verschiedene Versionen geben, aber nur eine Wahrheit. Ich habe ein großes Problem mit denjenigen, die glauben wollen, das sei die Wahrheit."

Frankreich gewann am vergangenen Freitag mit 1:0 in Island und liegt in der Tabelle mit 18 Punkten auf Rang eins der Gruppe H. Spitzenreiter ist auch Real Madrid mit Benzema: Der 31-Jährige hat in sieben Ligaspielen sechs Tore erzielt und einen Assist gegeben.

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