Popovic sieht Rot

Fast geschafft: Posch-Tor lässt ÖFB jubeln

Stefan Posch

Erzielt den entscheidenden Treffer gegen Slowenien: Stefan Posch. imago images

Sloweniens Nationaltrainer Matjaz Kek setzte trotz der 1:2-Niederlage in Nordmazedonien auf dieselbe Anfangsformation.

Österreichs Coach Franco Foda nahm im Vergleich zum vergangenen Spieltag nur eine Änderung vor: In der Sturmspitze ersetzte Gregoritsch den angeschlagenen Arnautovic. Der 30-Jährige musste beim 3:1-Erfolg gegen Israel mit Adduktorenproblemen ausgewechselt werden und nahm gegen Slowenien auf der Bank Platz.

Es war ein munterer Beginn in Ljubljana. Die Hausherren agierten aggressiv und bissig im Zweikampf, während Österreich erstmal abwartete. Dadurch wurde es vor Stankovics Tor zwar einige Male etwas brenzlig, mehr aber auch nicht.

Somit übernahm die ÖFB-Elf nach zehn Minuten zunehmend die Kontrolle, ehe sie sich die erste gute Torgelegenheit erspielten: Sabitzers Flanke von der rechten Seite landete bei Gregoritsch, der im Zentrum volley abzog - Oblak parierte den zu zentral geschossenen Ball (13.). Slowenien wurde passiver und die Foda-Elf wurde immer besser. Auffällig war vor allem Leipzigs Sabitzer, der als Aktivposten maßgeblich für die Leistungssteigerung der Österreicher verantwortlich war.

Poschs präziser Kopfball

Dann belohnte sich die Alpenrepublik: Nach einer Lazaro-Ecke von der linken Seite stieg Posch am höchsten und köpfte rechts unten zum 1:0 für Österreich ein (21.).

Der Gegentreffer wirkte zwar wie ein Weckruf für die Slowenen, allerdings blieben die Gastgeber erfolglos: Stojanovic hatte die direkte Antwort auf dem Fuß, doch verfehlte den Kasten deutlich (25.), dann prüfte Kurtic Stankovic aus der zweiten Reihe (30.) und kurz vor dem Halbzeitpfiff musste Österreichs Keeper nach einem Querschläger von Ilicevic den Ball entscheidend über die Latte lenken (45.). Trotz mehrerer Torgelegenheiten, waren zwingende Toraktionen Mangelware und es ging mit einer verdienten 1:0-Führung der Österreicher in die Pause.

In Abschnitt zwei war bei der Matjaz-Elf kaum eine Veränderung zu sehen. Ideenlos liefen sie auf gut gestaffelte Österreicher an, die ihrem Gegner keine Räume anboten und dem zweiten Treffer nahe waren: Erst verpasste Laimer mit seinem schwächeren linken Fuß (49.), dann scheiterte Gregoritsch per Kopfball an Oblak (61.).

Slowenien kann sich nicht wehren

Im Anschluss spielte sich eine zerfahrene Partie ab, in der Österreich die klar spielbestimmende Mannschaft war. Slowenien gelang es kaum, einen kontrollierten Spielzug durchzuführen, da die Foda-Elf die Räume gut zustellte und die Partie kaltschnäuzig herunterspielte.

Die Chancenlosigkeit der Slowenen sorgte für Verbitterung: Kurz vor dem Abpfiff ließ Popovic seinem Frust freien Lauf und wurden nach einem Ellenbogenstoß gegen Sabitzer mit glatt Rot vom Platz geschickt (89.). Mit einer unschönen Szene ging die Partie zu Ende.

Während Slowenien mit elf Punkten nur noch wenig Hoffnung auf das Erreichen der EM hat, festigt der ÖFB mit 16 Punkten und gleichzeitig fünf Punkten Vorsprung auf Rang drei den zweiten Platz hinter den bereits qualifizierten Polen und macht somit einen großen Schritt in Richtung EM.

Slowenien empfängt am 9. Spieltag der EM-Quali (Samstag, 16.11.19, 18 Uhr) Lettland. Für Österreich geht es am gleichen Tag (20.45 Uhr) gegen Nordmazedonien weiter.