Aues Präsident erklärt den Höhenflug beim FC Erzgebirge

Leonhardt: "Wir malochen, träumen können andere"

Helge Leonhardt

"Wir im Erzgebirge sind harte Malocher, keine Träumer": Aue-Präsident Helge Leonhardt. imago images

Nicht Nürnberg, nicht Hannover, nicht Kiel -, sondern Aue ist momentan stärkster Verfolger der Top 3 in der 2. Liga. Geht da vielleicht noch mehr? "Was heißt denn noch mehr?", lacht Leonhardt. "Wir hier im Erzgebirge sind harte Malocher, keine Träumer. Es spricht keiner von mehr." Die 15 Zähler auf dem Punktekonto sein derzeit für ein anderes Ziel gut angelegt: "Wir haben den Grundstein für eine ruhige Saison gelegt, nicht mehr, aber auch nicht weniger", führt der Präsident weiter aus. "Wir wollen weiter organisch wachsen, schuldenfrei bleiben. Träumen können andere."

Dass sich harte Arbeit lohnt, erlebte der FC Erzgebirge in den jüngsten beiden Spielen: Sowohl im erfolgreichen Sachsenderby gegen Dresden (4:1) als auch beim jüngsten 2:2 in Sandhausen lag Aue bereits zurück - nahm am Ende aber noch satte vier Punkte mit. "Die Mannschaft hat Charakter", betont Leonhardt. "Die Mischung aus Alt und Jung stimmt, die Hierarchie auch. Die Konkurrenz ist groß, trotzdem schert keiner aus." Die aktuelle Mentalität trägt auch der neue Trainer Dirk Schuster mit. "Er hat genau das eingeimpft", so Leonhardt. "Das ist seine Handschrift. Ein Arbeiter, sehr angenehm für unsere Region, für den Verein. Er passt hierher."

Erzgebirge Aue - Die letzten Spiele
Halle (H)
2
:
3
Sandhausen (A)
2
:
2
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Hamburger SV
20
2
VfB Stuttgart
20
3
Arminia Bielefeld
18
Erzgebirge Aue - Termine
Trainersteckbrief Schuster

Schuster Dirk

Erzgebirge Aue - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.03.1946

Vereinsfarben

Lila-Weiß

Ein Fundament, ein Haus und eine Mauer

So überraschend Platz vier für die weit betuchtere Konkurrenz auch sein mag - für Leonhardt ist es das nicht: "Es ist die stetige Entwicklung der vergangenen Jahre. Wir können jetzt ein Haus bauen auf das Fundament, das wir einst errichtet haben", erklärt Leonhardt den aktuellen Höhenflug der Veilchen und zählt auf: "Wir konnten zum ersten Mal überhaupt bis auf Emmanuel Iyoha alle Leistungsträger halten, das ist Punkt eins. Punkt zwei, mit Sören Gonther und Marko Mihojevic konnten wir die Abwehr stabilisieren. Kehren die verletzten Steve Breitkreuz und Malcolm Cacutalua zurück, haben wir dahinten eine Mauer. Und drittens, Spieler wie Dimitrij Nazarov, Fabian Kalig und Calogero Rizzuto haben zu alter Stärke wiedergefunden."

cru/tn