96-Boss Kind räumt Fehlentscheidungen ein

Slomka weiter unter Druck: Der erste Heimsieg muss her

Mirko Slomka und Jan Schlaudraff

Haben schwierige Arbeitsbedingungen: Mirko Slomka und Jan Schlaudraff. imago images

Mit elf Punkten aus neun Spielen steht 96 aktuell auf dem elften Tabellenplatz - zu wenig für die Ansprüche der Hannoveraner. Niederlagen ohne Gegenwehr wie beim HSV (0:3) und gegen Nürnberg (0:4) ließen Zweifel daran aufkommen, ob die Mannschaft charakterlich und sportlich in der Lage dazu ist, in der Spitzengruppe der Liga mitzumischen, und ob das Verhältnis zum Coach intakt ist.

Slomka ist in Hannover nicht unumstritten. Und noch hat der 52-Jährige seine Zweifler und Kritiker nicht widerlegen können. Das 2:0 in Dresden nahm zwar etwas Druck raus, doch nun muss Konstanz einkehren - und endlich auch der erste (!) Heimsieg her. Nicht nur um die Fans zu besänftigen, die die Mannschaft im Spiel gegen Nürnberg mit Pfiffen bedachten, sondern auch Mehrheitsgesellschafter Martin Kind.

Kind erteilt Schlaudraff "klare Vorgaben"

Im Zusammenhang mit der negativen sportlichen Entwicklung räumte der 75-Jährige jüngst eigene Fehler ein. "Ich habe viele Fehlentscheidungen getroffen, aber natürlich nicht bewusst", wird Kind vom "Sportbuzzer" zitiert. Er habe daraus gelernt, was auch Sportdirektor Jan Schlaudraff zu spüren bekomme. "Jan ist ein Opfer meines Lernprozesses der letzten beiden Jahre", sagte Kind. Der frühere Profi Schlaudraff bekomme "klare Vorgaben".

So müsse Schlaudraff etwa seine Spielerwünsche auch immer konzeptionell absichern und begründen - und Alternativen aufzeigen. "Bauchentscheidungen eines Sportchefs wird es nicht mehr geben", meinte Kind, der einen engen Finanzrahmen vorgegeben hat. Keine guten Voraussetzungen für den neuen Manager und für den Trainer.

cfl/meg

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