Trainer bringt erhofften neuen Schwung

Glöckner: "Habe einen sehr guten Eindruck gewonnen"

Chemnitzer FC Trainer Patrick Glöckner

Hat immer einen Grund, positiv zu denken: CFC-Trainer Patrick Glöckner. imago images

...seine Vorgehensweise als Trainer: "Die Mischung macht es aus. Ich bin jemand, der sehr analytisch denkt, weil ich für das Spiel immer die höchste Wahrscheinlichkeit auf Erfolg suche." Daten und eine klare Systematik seien dafür zwar auch von Bedeutung, aber er "mache gewisse Dinge auch mal aus dem Bauch heraus." Des Weiteren seien Zweifel für den Coach "nur Kurzerscheinungen." Zwar erscheine einem der Moment oft "vielleicht aussichtslos", doch: "Es gibt immer einen Weg aus jeder Situation. Deshalb bin ich immer positiv und versuche das Beste aus der Situation herauszuziehen."

...Neuerungen in der Kabine: "Ich möchte, dass die Spieler ihre höchstmögliche Energie aufbringen können. Das habe ich aus meiner Zeit beim FC St. Pauli mitgenommen, so Glöckner. Dementsprechend ließ er "mehrere Dinge" ergänzen: "Es stehen neben Quark auch Nüsse, Haferflocken oder Honig bereit, sodass man sich vor dem Spiel noch ein Müsli machen kann. Das liegt nicht schwer im Bauch, bringt den Jungs aber richtig Power. Wir bieten es an, es ist keine Pflicht." Beim ersten Spiel des Trainers in Großaspach (0:2) habe die Elf aber nichts übrig gelassen: "Es wurde gut angenommen."

...die Beziehung zum Team: "Ich mag bisher die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. Wir sind aber natürlich noch in der Phase des gegenseitigen Abtastens. Man muss sich noch kennenlernen und das gegenseitige Vertrauen weiter ausbauen. Aber ich habe einen sehr guten Eindruck vom Team gewonnen. Die Spieler sind offen und zugänglich. Das ist eine sehr gute Basis, um Veränderungen gemeinsam herbeizuführen." Das Ganze müsse aber "stetig wachsen". Denn irgendwann müsse Glöckner "auch harte Entscheidungen" treffen. Dementsprechend sollen "die Jungs auch lernen, mich einzuschätzen." Bisher sei zwar "alles ziemlich neu und rosig", aber es würden "auch andere Zeiten" auf sie zukommen.

Außerdem sei für den 42-Jährigen die "Kombination aus allem, der Führungsstil und der Draht zur Mannschaft" entscheidend. Auch Fehler zu verzeihen, wäre kein Problem. Wichtig sei nur, dass sie "offen und ehrlich" angesprochen werden. "Ich kann es nicht leiden, wenn Fehler bei anderen gesucht werden, oder Vorurteile entstehen. So versuche ich das selbst auch zu vorzuleben. Die menschliche Komponente ist die Basis."

kon