Dauerbrenner stärkt Bayern-Sorgenkind

Kimmich über Müller: "Man muss ehrlicherweise sagen..."

Joshua Kimmich und Thomas Müller

Äußerte sich zum Reservistendasein von Thomas Müller beim FC Bayern: Joshua Kimmich (l.). imago images

Joshua Kimmich fehlte in dieser Saison noch in keinem Pflichtspiel des FC Bayern, Thomas Müller zuletzt fünfmal hintereinander in der Startelf. "Der Trend macht mich nicht glücklich", sagte Müller am Mittwoch im kicker-Interview. Wenn er nur noch als Ersatzspieler gelte, müsse er sich Gedanken machen.

"Dass Thomas mit der Situation unzufrieden ist, ist klar", äußerte Kimmich nach Deutschlands 2:2 im Testspiel gegen Argentinien Verständnis für seinen Teamkollegen. "Er hat den Anspruch, spielen zu wollen, und man muss ja ehrlicherweise auch sagen: Wenn er reinkommt, macht er das immer sehr gut. Er hat uns immer geholfen, wenn er reingekommen ist."

Mit Müller würde "eine große Identifikationsfigur" fehlen

Müller sei "ein gewisser Freigeist auf dem Platz, das ist für den Gegner immer schwer zu kontrollieren, weil man nie weiß, was passiert. Ich verstehe, dass er unzufrieden ist. Fünf Spiele hintereinander auf der Bank zu sitzen, das hat er sich sicher nicht so vorgestellt."

Wäre der FC Bayern ohne Müller, der seit 2000 im Klub ist, überhaupt vorstellbar? "Schwierig", antwortet Kimmich. Mit ihm würde "eine große Identifikationsfigur" fehlen, "so wie es Schweini (Bastian Schweinsteiger, d.Red.) und Philipp (Lahm) waren. Natürlich ist er eine prägende Figur."

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Thomas Müller: "Der Trend macht mich nicht glücklich"

jpe/oha

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