Wegen Verstrickungen in den Dopingskandal "Operation Aderlass"

Koren und Bozic für zwei Jahre gesperrt

Kristijan Koren

Kristijan Koren darf zwei Jahre nicht an Rennen teilnehmen. picture alliance

Wegen "Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien in den Jahren 2011 und 2012" wurde Koren für zwei Jahre gesperrt. Auch Bozic, der seine aktive Karriere allerdings im Jahr 2018 beendet hatte, wurde für 24 Monate gesperrt.

Die beiden Slowenen waren bereits im Mai im Zuge der "Operation Aderlass" vorläufig gesperrt worden. Koren fuhr in der Saison 2019 für das Team Bahrain-Merida, bei dem Borut nach seinem Rücktritt als Sportdirektor einstieg.

Damit sind im Zuge der "Operation Aderlass" schon fünf ehemalige oder noch aktive Fahrer gesperrt worden. Zuvor waren bereits der ehemalige italienische Sprintstar Alessandro Petacchi sowie die beiden österreichischen Profis Stefan Denifl und Georg Preidler gesperrt worden. Zudem hat auch der ehemalige deutsche Fahrer Danilo Hondo zugegeben, von dem im Mittelpunkt des Skandals stehenden Erfurter Arzt Mark S. Blutdoping verabreicht bekommen zu haben. Hondo entging wegen Verjährung einer Sperre, seinen Job als Nationalcoach beim Schweizer Verband Swiss Cycling war er aber los.

Auslöser der staatsanwaltlichen Ermittlungen im Rahmen der "Operation Aderlass" war der Film "Die Gier nach Gold" der ARD. Darin hatte der ehemalige österreichische Skilangläufer Johannes Dürr Blutdoping zugegeben und dadurch Razzien bei der Ski-WM 2019 in Seefeld sowie in Erfurt ausgelöst. Daraufhin wurden mehrere Sportler aus unterschiedlichen Sportarten des Blutdopings überführt und gesperrt.

jer/sid