Franzose spricht über Serge Gnabry

Wenger denkt, "dass die Bayern hinter den Kulissen manipuliert haben"

Serge Gnabry

Arsene Wenger hätte ihn gerne beim FC Arsenal behalten: Serge Gnabry. imago images

2016 kam Gnabry vom FC Arsenal nach Bremen, wo er in der darauffolgenden Saison mit elf Toren sowie drei Vorlagen in 27 Spielen glänzte und damit die Aufmerksamkeit anderer Klubs auf sich zog. Bereits damals berichtete der kicker von einem "Erstzugriffsrecht" des FC Bayern, was in Bremen vehement dementiert wurde.

SVW-Geschäftsführer Frank Baumann wurde nicht müde, zu betonen, dass keine Abmachung existiere. Fakt ist aber auch: Gnabry wechselte zum FC Bayern und wurde im Anschluss um ein Jahr an Hoffenheim verliehen. Über das Erstzugriffsrecht wurde anschließend nicht mehr viel gesprochen. Doch nun lässt Arsene Wenger aufhorchen.

Vorwürfe gegen den FC Bayern München

In einem Interview mit "beinsports" mutmaßte der Franzose, dass die Bayern hinter den Kulissen "manipuliert" haben. Wie er zu dieser Annahme kommt? "Wir haben sehr lange versucht, seinen Vertrag zu verlängern", verriet der Ex-Coach der Gunners, der Gnabry einst mit 16 Jahren nach London geholt hatte. "Ich denke, dass die Bayern hinter den Kulissen manipuliert haben", sagte der 69-Jährige und vermutete, dass mit dem Spieler ausgemacht worden war, dass er für den Fall, dass "er nach Bremen ginge, er später zu den Bayern kommen" würde.

Auch wenn sich Gnabry einst unter Wenger beim FC Arsenal nicht hatte durchsetzen können, so war der Trainer stets von den Qualitäten des Offensivspielers überzeugt. "Er war schon immer sehr talentiert, es mangelte ihm in manchen Phasen nur an Selbstvertrauen. Wir waren immer davon überzeugt, dass er viel erreichen kann."

Wengers Rat an Gnabry

Inzwischen hat sich Gnaby national und international einen Namen gemacht, nicht zuletzt wegen seiner Vier-Tore-Gala beim 7:2 in der Champions League bei Tottenham Hotspur. Wenger wies aber auch darauf hin, dass das so ein Spiel war, "wo alles für dich läuft und alles gegen Tottenham". Dennoch dürfte der Trainerlegende ebenfalls aufgefallen sein, dass der mittlerweile 24-Jährige einen großen Sprung gemacht hat und eine feste Größe beim FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft ist.

Ob dies von Dauer sein wird, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Wenger jedenfalls hatte diesbezüglich noch einen Rat für seinen ehemaligen Spieler parat. "Eine Top-Level-Karriere erfordert Beständigkeit. Wenn man sich die Spieler ansieht, die unseren Sport dominieren, dann sind das diejenigen, die die meiste Konstanz zeigen. Darauf kommt es an", stellte der Franzose fest und betonte, dass Gnabry solch starke Leistungen wie gegen Tottenham konstant zeigen müsse, um auf Dauer zu den besten seiner Zunft zählen zu können.

drm