"Unter ihm haben sich gravierende Dinge geändert"

100 Tage Rose: So lautet Eberls Zwischenfazit

Max Eberl (l.) mit Marco Rose am 29. Mai

Vorstellung: Max Eberl (l.) mit Marco Rose am 29. Mai. imago images

"Die Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme, über die wir uns sehr freuen. Viel wichtiger sind aber die 16 Punkte, die wir in den ersten sieben Spielen bereits gesammelt haben. Wir haben uns vor der Saison dazu entschieden, unserem Spielstil einen neuen Ansatz hinzuzufügen. Auf diesem neuen Weg tut gerade zu Beginn jeder Zähler gut", wird Eberl auf der Vereinswebsite zitiert. Borussias Sportdirektor räumt ein, dass "unsere Leistungen noch nicht durchgehend sehr gut waren", sieht aber speziell im klaren 5:1 gegen den FC Augsburg am Sonntag einen weiteren Schritt nach vorne. "Es war schon sehr viel von dem Fußball zu erkennen, den wir uns vorstellen."

"Marco harmoniert als Mensch hervorragend mit Borussia"

Unabhängig von Platz 1 in der Liga ist Eberl hochzufrieden mit seinem neuen Cheftrainer Marco Rose. "Die erste Zwischenbilanz seiner Arbeit fällt sehr positiv aus", sagt der 46-Jährige. Die Mannschaft setze schon sehr viel von dem Fußball um, den Rose sich vorstelle. "Wenn man alleine die physischen Werte wie intensive Läufe, Sprints oder Zweikämpfe betrachtet, haben sich unter ihm bereits gravierende Dinge geändert. Auch wenn die Mannschaft den Ansatz noch nicht immer zu 100 Prozent auf den Platz bekommt, ist er in fast jedem Spiel erkennbar", so Eberl.

Außerdem stimme generell die Chemie zwischen Trainer und Verein. "Marco", erklärt der Sportdirektor, "harmoniert als Mensch - gemeinsam mit seinem Trainerstab, den er mitgebracht hat - hervorragend mit Borussia. Er ist super hier angekommen und repräsentiert den Klub großartig."

Das Spiel in Istanbul habe eine weitere Facette von Roses Arbeit gezeigt

Dass trotz der Tabellenführung in der Liga noch nicht alles rund läuft in Gladbach, wurde vor allem in den Spielen der Europa League deutlich. Vor der 5:1-Gala gegen Augsburg lieferten die Fohlen in Istanbul bei Basaksehir eine schwache Vorstellung ab. Patrick Herrmanns Ausgleichstor zum 1:1 in der Nachspielzeit sicherte aber wenigstens einen Punkt.

"Es ist so, dass wir noch schwankend in unseren Leistungen sind und noch nicht alles funktioniert", meint Eberl. Das Spiel in Istanbul habe aber auch eine weitere Facette von Roses Arbeit gezeigt: "Die Jungs stecken nie auf und glauben immer daran, noch etwas erreichen zu können", lobt Eberl. "Das ist auch eine Qualität der Mannschaft, die Marco hereingebracht hat."

Jan Lustig

kicker.tv Hintergrund

"Dinge richtig einordnen" - Rose hebt trotz Tabellenführung nicht ab

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