Ex-Nationalspieler Janko im kicker über seinen Landsmann

"Arnautovics China-Wechsel könnte positiv für Österreich sein"

Marc Janko (r.) mit Marko Arnautovic - hier bei einem Spiel 2017

Marc Janko (r.) mit Marko Arnautovic - hier bei einem Spiel 2017. imago images

Mit 83 Länderspielen und 26 Toren ist Marko Arnautovic gleichzeitig der Erfahrenste und Treffsicherste im Kader, den Österreichs Nationaltrainer Franco Foda für die EM-Qualifikationsspiele am Donnerstag gegen Israel und am Sonntag in Slowenien (beide 20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) nominiert hat. Obwohl er seit Juli in China bei Meister Shanghai IPG spielt, statt mit West Ham United gegen Liverpool, Manchester City & Co., ist der 30-Jährige immer noch unverzichtbar.

Arnautovic? "Der wohl beste Spieler, mit dem ich je zusammengespielt habe"

"Wenn er einen Tag hat, an dem es ihm gut geht, an dem er mit dem Kopf voll dabei und aktiv ist, dann ist er fußballerisch schwer zu übertreffen", findet auch Marc Janko, der seinerseits 70-mal für Österreich stürmte (28 Tore) und am 1. Juli via Twitter sein Karriereende vermeldet hatte. Seitdem ist er unter anderem als Experte für "Sky" in Österreich und als Laureus-Botschafter aktiv. Im kicker-Interview (Donnerstagausgabe) nennt der 36-Jährige Arnautovic den "wohl besten Spieler, mit dem ich je zusammengespielt habe".

Und Janko findet sogar: Arnautovics Wechsel gen Fernost "könnte auch positiv für Österreich sein". Denn: "Marko ist körperlich nicht so gefordert, er kommt nicht so abgenutzt zur Nationalmannschaft wie ein Spieler aus England, der spätestens im März auf dem Zahnfleisch geht. Auch die Flugzeit von Shanghai ist überschaubar - und Marko fliegt sicherlich nicht in der Economy Class."

"Das ist ein wirtschaftlicher Wechsel, ganz klar, das weiß Marko auch"

Dass der Ex-Bremer sein Geld jetzt in China verdient, hält Janko nicht für verwerflich. "An seiner Stelle, mit über 30, mit einigen körperlichen Problemen, wenn das Ende absehbar ist, wie würdest du entscheiden? Das ist ein wirtschaftlicher Wechsel, ganz klar, das weiß Marko auch, und er nimmt es mir sicher nicht böse, wenn ich das sage. Er kann in zwei Jahren wahrscheinlich so viel verdienen wie in seiner gesamten Karriere zuvor."

Als Fußballer habe man "nicht so viele Jahre, irgendwann gehst du in jedes Training mit dem Gefühl, dass es auch das letzte sein könnte", weiß Janko. "Ein doofer Zweikampf und es könnte von heute auf morgen vorbei sein. Wenn man das alles bedenkt, dann kann ich ihn verstehen."

Janko über sein Idol Andreas Herzog, die Arbeit von Franco Foda - und die Entwicklung von Marcel Sabitzer: Das ganze Interview mit Marc Janko lesen Sie im aktuellen kicker vom Donnerstag.

jpe/dr