Mathenia-Vertreter rückt in den Fokus

Für Lukse beginnt der Ernstfall

Andreas Lukse

Ist jetzt gefordert: Andreas Lukse. imago images

Die Wege von Christian Mathenia und Andreas Lukse trennen sich an diesem Mittwoch für mehrere Monate. Während Stammtorwart Mathenia in Augsburg an seiner gebrochenen linken Kniescheibe operiert wird und wohl erst im Frühjahr 2020 wieder voll eingreifen kann, beginnt für Lukse mit dem nicht-öffentlichen Test gegen den FC Ingolstadt eine neue Zeitrechnung.Der 31-Jährige rückt vom Stellvertreter auf und muss nun beweisen, dass der Club mit seiner Verpflichtung richtig lag.

Als Fabian Bredlow sich im Sommer zum VfB Stuttgart verabschiedete, benötigte der FCN eine neue Nummer 2. Trainer Damir Canadi erinnerte sich an Lukse, den er seit gemeinsamen Zeiten beim SCR Altach kennt. Dort war der Vertrag des Torwarts ausgelaufen, er hatte sich formell sogar arbeitslos gemeldet, ehe er für zwei Jahre bei den Franken unterschrieb - mit der klaren Rollenvorgabe, die Nummer 2 zu sein, schließlich hatte Mathenia erst einen neuen Fünfjahresvertrag unterschrieben. Daran änderte sich auch nichts, als Mathenia in den ersten Saisonwochen mehrmals patzte.

Der Österreicher kann auf reichlich Erfahrung verweisen, unter anderem 89 Erstligaspiele in seiner Heimat, in denen er 26-mal ohne Gegentreffer blieb. 127 Bälle musste er insgesamt aus seinem Tor holen. Unbezwungen ist Lukse in der Nationalmannschaft Österreichs, bei seinem einzigen Länderspiel im November 2016 spielte er 0:0 gegen die Slowakei. Zusätzliche internationale Erfahrung sammelte er in der Europa-League-Qualifikation mit Altach. Für den Club musste der gebürtige Wiener erst einmal im Ernstfall ran, beim 1:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals beim FC Ingolstadt. Dort erledigte er seinen Job unaufgeregt und solide, wurde aber auch kaum geprüft. Das könnte sich schon am Freitag in einer Woche ändern, wenn der FCN zum nächsten Punktspiel bei Erzgebirge Aue antritt.

Frank Linkesch