Aue-Stürmer sieht Nürnberg als riesigen Gradmesser

Testroet: "Müssen nicht meinen, dass wir jetzt alle abschießen"

Pascal Testroet

Fordert Realismus ein: Pascal Testroet. imago images

Apropos Kopf: Der brummte nach einem heftigen Zusammenprall mit Sandhausens Erik Zenga auch noch Tage nach dem Spiel. Testroet war kurz weggetreten gewesen, hatte aber Glück im Unglück, dass nichts Schlimmeres passiert war. Als Stimmungsaufheller dienten sein Elfmetertor zum 2:2-Endstand und der verdiente Punktgewinn. Für den Stürmer war es der dritte Treffer in den vergangenen zwei Spielen. "Wir haben in der zweiten Hälfte mehr Druck aufgebaut und am Ende verdient den Ausgleich gemacht", meint der 29-Jährige.

Die Veilchen drängten danach sogar noch auf Sieg, mit dem Aue am Samstag zwischenzeitlich auf Rang 3 vorgerückt wäre. Doch mit derartigen Rechenspielen will sich Testroet ohnehin nicht beschäftigen, er fordert stattdessen Realismus ein: "Ein 2:2 ist doch okay. Nur weil wir zuvor 14 Punkte in acht Spielen geholt haben, müssen wir nicht meinen, dass wir jetzt alle abschießen."

Gelingt es, Nürnberg ein Bein zu stellen?

Den Gegner, der nach der Länderspielpause wartet, sowieso nicht. "Nürnberg gehört mit zu den Aufstiegsfavoriten", sagt Testroet, auch wenn der Club ein bisschen hinterher hinke nach schwierigem Saisonstart. "Aber ich glaube gerade in Hannover konnten sie zeigen, was für eine Qualität sie haben. Es wird ein brutal spannendes Spiel und für uns ein riesiger Gradmesser hier zu Hause", meint Testroet, der auf ein "absolut ausverkauftes Haus" hofft. Das Ziel ist mindestens ein Punkt: "Schauen wir mal, ob wir ihnen nicht auch ein Bein stellen können. Wir wollen zu Hause auf jeden Fall ungeschlagen bleiben - und drei Punkte wären auch nicht ganz schlecht."

cfl/tn