Augsburg: Reuter stärkt Schmidt - und Koubek

"Eine Diskussion über den Trainer fangen wir gar nicht erst an"

Stefan Reuter mit Martin Schmidt

Viel Kritik nach schlechtem Start: Stefan Reuter (l.) und Martin Schmidt. imago images

Erst ein Sieg, zuletzt das 1:5 in Gladbach und als nächstes Spiele gegen Bayern, in Wolfsburg und gegen Schalke: Der FC Augsburg befindet sich schon nach sieben Spieltagen in einer unguten Lage - und damit auch Martin Schmidt.

Auch innerhalb der Mannschaft wachsen die Zweifel am Trainer, Stefan Reuter dagegen hält weiter an ihm fest: "Eine Diskussion über den Trainer fangen wir gar nicht erst an", erklärte der Manager in der "Augsburger Allgemeinen".

Es ist immer gefährlich, wenn wir so spielen wie in Gladbach. Es ist aber keine Frage des Trainers.

Stefan Reuter

Sein Ansatz stattdessen: "Wir müssen alles tun, damit wir wieder den FCA-Geist reinbringen. Dass man keinem Zweikampf aus dem Weg geht, dass man jeden Laufweg mitgeht und dass man nie aufgibt. Weder bei einer drohenden Niederlage noch bei einem schnellen Gegentor. Das gilt es zu zeigen."

In Gladbach gelang das nicht einmal ansatzweise. Da "waren viele Dinge nicht zu sehen, die du brauchst, um erfolgreich dagegenzuhalten", weiß auch Reuter. "Ich hatte den Eindruck, dass sich jeder Spieler alleingelassen gefühlt hat auf dem Platz." Es sei "immer gefährlich, wenn wir so spielen wie in Gladbach. Es ist aber keine Frage des Trainers." Reuter traut Schmidt die Wende zu: "Er hat es schon unter Beweis gestellt, dass er sich das mit der Mannschaft erarbeiten kann."

Letzter unter den Torhütern, doch Reuter verteidigt Koubek

Doch an seinen famosen Start im April mit zwei Siegen konnte der Schweizer nicht mehr anknüpfen, es folgten nur noch sechs Punkte aus elf Spielen (bei einem Sieg) und 3,18 Gegentore im Schnitt. Aktuell stellt der FCA zusammen mit Paderborn die anfälligste Defensive der Liga, wie der Aufsteiger kassierten Keeper Tomas Koubek und seine Vorderleute schon 19 Gegentore.

In Gladbach patzte auch Koubek selbst schwer, nach kicker-Noten ist der tschechische Sommerneuzugang bislang der schwächste Bundesliga-Schlussmann der noch jungen Saison (Schnitt: 3,79). Ein Torwartproblem sieht Reuter aber nicht: "Ich halte Tomas Koubek für einen ausgezeichneten Torhüter, der bisher einen durchwachsenen Start hatte. In vielen Momenten strahlt er aber auch Ruhe und Sicherheit aus. Wenn ich sehe, wie er das Spiel verlagert und die Jungs gezielt anspielt, ist das richtig gut."

jpe

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