Novum im nordamerikanischen Profi-Sport

Philadelphia Flyers richten Wutraum ein

Gritty

Testete den Wutraum bereits aus: Philadelphias Kult-Maskottchen Gritty. Getty Images

Als "Rage Room" ("Wutraum") oder "Disassembly Room" ("Demontageraum") bezeichnen die Flyers einen neuen Raum im heimischen Wells Fargo Center. "Es ist ein einzigartiges Konzept", erklärte Philadelphias Arena-Managerin Valerie Camill. "Wir haben die Ideen von einiger unserer Fans umgesetzt, die dachten, dies wäre eine neue Art, harmlosen Spaß zu haben. Ich habe zuvor noch nie von einem Wutraum gehört und kann es kaum erwarten, ihn zu betreten und ein paar Schläge abzugeben."

Um sich abzureagieren, stehen verschiedene Utensilien wie Vorschlaghammer, Baseball- und Eishockeyschläger oder Brechstangen zur Verfügung. Die Aggressionen können an Alltagsgegenständen wie Fernseher, Spiegel oder Geschirr abgelassen werden. Manche Teile tragen gar das Logo des gegnerischen Teams.

Der Zutritt zur Wuthöhle erfolgt nur nach vorheriger Anmeldung und ist ein teurer Spaß: 25 US-Dollar (ca. 23 Euro) kostet ein fünfminütiger Wutanfall. Zum Schutz tragen die Kunden einen Schutzanzug sowie einen Helm mit Visier. Erstmals soll der Demontageraum beim Heimspiel gegen die New Jersey Devils in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag geöffnet sein.

Flyers-Maskottchen Gritty, das für emotionale Entgleisungen längst Kult-Status in der Liga erreicht hat, testete die neue Attraktion in der "Stadt der Brüderlichen Liebe" selbst aus und zerschmetterte unter anderem einen Spiegel. Ob das nun sieben Jahre Unglück bringt oder doch mit dem Klassiker "Scherben bringen Glück" argumentiert werden darf, müssen die als sehr abergläubischen Eishockey-Fans selbst entscheiden.

cru

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