NHL: Historischer Fehlstart für San Jose

Neal schnürt Viererpack bei Oilers-Sieg

James Neal

Vier Tore in einem Spiel: Edmontons James Neal drehte auswärts auf. Getty Images

Neal, Neal, Neal und nochmal Neal: Der Oilers-Neuzugang schürt weiterhin die Hoffnung, das Secondary-Scoring-Problem in Edmonton lösen zu können und erzielte auf Long Island seine Saisontreffer drei bis sechs. Dabei sah es im Nassau Coliseum zunächst nach einem perfekten Start für die gastgebenden Islanders aus: In Unterzahl schoss Anthony Beauvillier New York in Führung (15.). Dann aber begann die James-Neal-Show: Der Power Forward traf erst per Schlagschuss (18.), knipste dann aus spitzem Winkel im Powerplay (20.) und fälschte ebenfalls in Überzahl einen Schuss von Leon Draisaitl erfolgreich ab (27.).

Als kurz darauf auch noch Zack Kassian auf 4:1 für die Oilers erhöhte (29.), war der Arbeitstag für Isles-Goalie Semyon Varlamov (15 Saves, 78,9 Prozent Fangquote) beendet. Für ihn kam der Deutsche Thomas Greiss in die Partie (sieben Saves, 87,5 Prozent). Neal aber konnte das nicht stoppen: Aus schier unmöglichem Winkel tunnelte er Greiss und stellte mit seinem vierten Treffer an diesem Abend auf 5:1 für Edmonton. "Das ist definitiv ziemlich cool", sagte der Rechtsschütze, der vor der Saison via Trade vom Erzrivalen Calgary Flames kam. "Es fühlt sich gut an, das Oilers-Trikot überzustreifen. Mir gefällt, wie unser Team bislang spielt."

National Hockey League - Woche 2
National Hockey League - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Edmonton Oilers
10
Carolina Hurricanes
10
Buffalo Sabres
11
Pittsburgh Penguins - Vereinsdaten
Edmonton Oilers - Vereinsdaten
Carolina Hurricanes - Vereinsdaten
Florida Panthers - Vereinsdaten
New York Islanders - Vereinsdaten
Nashville Predators - Vereinsdaten
San Jose Sharks - Vereinsdaten
Calgary Flames - Vereinsdaten

New Yorks Matt Martin betrieb schlussendlich noch ein wenig Ergebniskosmetik und besorgte den 2:5-Endstand. Der Deutsche Tom Kühnhackl kam nicht zum Einsatz. Draisaitl hatte mit 21:52 Minuten (davon 6:48 im Powerplay sowie 0:42 in Unterzahl) die meiste Eiszeit unter Edmontons Stürmern und bereitete zwei Neal-Tore vor.

Historischer Fehlstart für die Sharks

Historisch schlecht ist San Jose in die neue Saison gestartet. Das 2:5 in Nashville bedeutet die vierte Niederlage im vierten Spiel (0-4-0) - so schlecht waren die Nord-Kalifornier zuvor nur einmal: in der Saison 1993/94. "Es sind die vielen Gegentore, die uns töten", betrieb Sharks-Stürmer Evander Kane, der erstmals nach seiner Sperre wieder ran durfte, eine Fehleranalyse. Der Schweizer Verteidiger Roman Josi brachte die Predators mit 2:0 in Front (7., 31.), dann antwortete Kane für San Jose (36.). Doch statt eine Aufholjagd zu starten, geriet Team Teal weiter in Rückstand: Kyle Turris (43.) und Filip Forsberg (48.) erhöhten auf 4:1 für "Smashville".

Immerhin eine schöne Randnotiz: Der Deutsche Lean Bergmann bereitete das 2:4 durch Brent Burns vor und landete somit seinen ersten NHL-Assist im vierten Spiel. Der 21-jährige Stürmer hatte mit 8:38 Minuten die geringste Eiszeit aller Sharks-Spieler, aber immerhin eine ausgeglichene Plus-Minus-Bilanz. Den Schlusspunkt in "Music City" setzte Dante Fabbro per "Empty-Net-Tor" zum 5:2.

Historischer Blitz-Start für die Hurricanes

Ganz anders kamen die Hurricanes in die neue Spielzeit: Mit dem 6:3 in Sunrise landete Carolina den vierten Sieg im vierten Spiel und stellte damit den Franchise-Rekord aus der Saison 1995/96 ein, als sie noch Hartford Whalers hießen. "Es fühlt sich gut an", sagte Canes-Goalie James Reimer, der auf seinen Ex-Verein traf. "Heute hat sich jeder den Hintern aufgearbeitet und sich geopfert." Das machte sich auch auf der Anzeigetafel bemerkbar: Jordan Staal (7.), Teuvo Teravainen (12.), Dougie Hamilton (16.) und Ryan Dzingel (19., 22.) machten dem Team-Namen alle Ehre und fegten wie ein Wirbelsturm über Florida hinweg. Nachdem die Panthers durch MacKenzie Weegar (24.), Keith Yandle (50.) und Evgenii Dadonov (56.) auf 3:5 verkürzt hatten, besorgte Sebastian Aho per "Empty-Netter" den 6:3-Endstand.

Tkachuks Traumtor sichert einen Punkt

Den wohl schönsten Treffer des Abends erzielte Matthew Tkachuk von den Calgary Flames im Heimspiel gegen die Los Angeles Kings. Seine Mannschaft lag 1:04 Minuten vor Schluss mit 2:3 zurück und riskierte bei gezogenem Torwart noch einmal alles. Dabei stoppte Tkachuk einen hoch abgefälschten Puck in der Luft und tippte ihn daraufhin zum 3:3 ins Tor. Zwar verlor Calgary dann in der Overtime noch (3:4 n.V.), doch sicherte Tkachuks Traumtor immerhin einen Punkt für die Flames, für die der Deutsche Tobias Rieder zum zweiten Mal zum Einsatz kam (7:41 Minuten Eiszeit).

Kahun verliert mit Pittsburgh

Mit Dominik Kahun kam ein weiterer Deutscher zum Einsatz. Zusammen mit seinen Pittsburgh Penguins aber gab es beim 1:4 gegen die Winnipeg Jets nichts zu holen. Der Stürmer verbuchte 12:42 Minuten Eiszeit (davon 1:07 im PP). Beim Duell zwischen den Detroit Red Wings und den Anaheim Ducks (1:3) kam es nicht zu einem Treffer der deutschen Verteidiger: Weder Moritz Seider noch Korbinian Holzer wurden aufgestellt.

NHL-Ergebnisse vom Dienstag, den 8. Oktober 2019:

Florida Panthers - Carolina Hurricanes 3:6
New York Islanders - Edmonton Oilers 2:5
Pittsburgh Penguins - Winnipeg Jets 1:4
Washington Capitals - Dallas Stars 3:4 n.V.
Detroit Red Wings - Anaheim Ducks 1:3
Nashville Predators - San Jose Sharks 5:2
Calgary Flames - Los Angeles Kings 3:4 n.V.
Vegas Golden Knights - Boston Bruins 3:4

Christian Rupp

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