Stuttgart: Aufsichtsratschef Gaiser über die Zukunft

Vorstand, Präsident, Investor: Wie der VfB plant

Hitzlsperger, Mislintat & Co.

Hitzlsperger, Mislintat & Co.: Der VfB verteilt die Rollen. imago images

Erweiterung des Vorstands: Mit Hitzlsperger (Sport, Unternehmensstrategie und Kommunikation), Stefan Heim (Finanzen und Verwaltung) und Jochen Röttgermann (Marketing und Vertrieb) umfasst der Vorstand zunächst weiter drei Personen. Sven Mislintat bleibt also Sportdirektor. "Ein Vierervorstand wäre in der 2. Liga nicht angemessen", erklärt Gaiser. Aber was passiert nach einem möglichen Aufstieg? "Wir lassen uns für die Zukunft offen, ob und wann wir ein viertes Vorstandsmitglied haben und welches Ressort das betrifft. Das machen wir von der weiteren Entwicklung abhängig."

Wahl des Präsidenten: Am 15. Dezember wählen die VfB-Mitglieder nach dem Rücktritt von Wolfgang Dietrich einen neuen Präsidenten. Dieser soll wie zuletzt auch Aufsichtsratsboss der AG werden. "Wir werden den gewählten Präsidenten zum Aufsichtsratsvorsitzenden machen", stellt Gaiser, der aktuelle Vorsitzende des Gremiums, klar. Bis Anfang November will der Vereinsbeirat aus den Bewerbern zwei Kandidaten für das Präsidentenamt auswählen, die sich dann den Mitgliedern zur Wahl stellen. Unter anderen hat sich Ex-Weltmeister Guido Buchwald beworben.

Suche nach einem zweiten Investor: Ursprünglich wollte Ex-Präsident Dietrich bereits im Sommer einen zweiten Investor präsentieren. Dies wird nun aber sehr wahrscheinlich erst 2020 passieren. "Meine Prognose geht über den Jahreswechsel hinaus", sagt Gaiser. Der VfB will bis zu 24,9 Prozent der Anteile an seiner Fußball AG an Investoren veräußern und damit 100 Millionen Euro einnehmen. Ankerinvestor Daimler hat für 11,75 Prozent davon 41,5 Millionen Euro bezahlt. Es sei konkretes Interesse gegeben, sagte Gaiser, ohne den Namen eines potenziellen Geldgebers zu nennen. Ein Investor solle den VfB nicht nur finanziell, sondern auch inhaltlich weiterbringen, etwa im Bereich Vermarktung.

David Bernreuther