Nationalcoach Günes bemängelt fehlende Kommunikation

Türkei wegen Serdar-Nominierung irritiert

Suat Serdar

Erstmals im Kreise der Nationalmannschaft: Suat Serdar. imago images

Mit Unverständnis hat der türkische Nationalcoach Senol Günes auf die erstmalige Berücksichtigung von Serdar durch Bundestrainer Löw reagiert.

"Ich war bei seinem Vater und bei Schalke-Spielen, nur für Suat. Wir respektieren seine Entscheidung, aber sie hätte offen gesagt werden sollen", sagte Günes am Dienstag. Die Türkei trifft in der Gruppe H der EM-Qualifikation am Freitag auf Albanien, am Montag gastiert der WM-Dritte von 2002 bei Weltmeister Frankreich.

Günes kritisierte zudem, dass der türkische Verband von Serdar, der in Bingen am Rhein geboren wurde, im Unklaren darüber gelassen worden sei, ob der Offensivspieler sich für die Türkei oder Deutschland entscheiden werde. Deshalb kam die Nominierung Serdars durch Löw nun überraschend. "Es wurde gesagt, dass Serdar nicht für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen werde", sagte Günes, weshalb sich der türkische Verband große Hoffnungen auf den Einsatz der Offensivkraft gemacht hatte.

Allerdings debütierte Serdar bereits im Alter von 13 Jahren für eine deutsche Nachwuchsauswahl, seitdem hat er sämtliche DFB-Juniorenmannschaften durchlaufen. Im vergangenen Jahr wurde der 22-Jährige, der im Sommer 2018 vom 1. FSV Mainz 05 zu Schalke 04 gewechselt war, mit der deutschen U 21 Vize-Europameister.

jer/sid