Würzburgs Trainer mit einfacher Kopfrechen-Taktik

Schiele: "Wir kriegen sowieso ein Tor…"

Spielte bei seinem Debüt ordentlich: Keeper Vincent Müller (re.).

Spielte bei seinem Debüt ordentlich: Keeper Vincent Müller (re.). imago images

28 Gegentore sind immer noch der höchste Wert der 3. Liga. Im Schnitt fingen sich die Kickers 2,55 Tore pro Spiel. Leidtragender war Torhüter Eric Verstappen, der mit einem kicker-Notenschnitt von 3,55 der schlechteste aller 21 Keeper war, die mindestens 50 Prozent der Spiele benotet wurden. "Wir haben uns viele Gegentore gefangen, da war es an der Zeit, etwas zu ändern", erklärte Schiele nach dem Spiel. Die Konsequenz: Er ersetzte den Niederländer gegen 1860 durch den jungen Vincent Müller.

Müller macht seinen Job gut

"Wir wollen ihn Schritt für Schritt weiterentwickeln", hatte Schiele im Juni bei dessen Verpflichtung von der U 19 des 1. FC Köln gesagt. Nun folgte relativ schnell ein relativ großer Schritt - und für den erntete der 19-Jährige Lob vom Trainer: "Vinni Müller hat seine Sache top gemacht." Beim Stand von 2:1 parierte Müller einen Kopfball von Sascha Mölders stark und auch in der 90. Minute war der 1,90 Meter große Keeper bei Schüssen von Mölders und Markus Ziereis aufmerksam. Beim Gegentor traf ihm zudem keine Schuld.

"Er hat im Pokal immer gut gespielt und man hat auch im Training gemerkt, dass er will, dass er auch in der Liga dran ist", meinte Schiele, der vor allem mit den fußballerischen Fähigkeiten seines jungen Schlussmanns zufrieden ist: "Dass er Fußball spielen kann, hat man gesehen. Er hatte sehr gute Lösungen und einen guten langen Ball."

Schiele plante das Gegentor ein

Trotz der guten Leistung seines neuen Keepers gestand Schiele leicht schmunzelnd ein, dass er wusste, "dass wir nicht zu Null spielen." Seine Taktik war Mathematik: "Wir haben gesagt, wir kriegen sowieso ein Tor, da müssen wir halt zwei oder drei schießen und das haben wir mit ein bisschen Glück umgesetzt."

mxb