Babelsberg weiter sieglos

Gladrow nach Spuckattacke: "Grenze überschritten"

Marvin Gladrow

Wird zukünftig nicht mehr zu den Fans gehen: Marvin Gladrow. imago images

Nach elf Partien wartet Babelsberg als einziges Team der Nordost-Staffel weiter auf den ersten Saisonsieg. Auch, weil der sonst tadellose Gladrow einen Schuss des Erfurters Francis Adomah aus gut 30 Metern über die Finger ins Netz zum 1:1-Endstand rutschen ließ. "Das ärgert mich selbst am meisten", schrieb der Schlussmann auf seiner Facebookseite, um dann auf das "Nachspiel" einzugehen: "Trotz allem geht es nicht, dass ich nach dem Spiel, beim Abklatschen mit den Fans, von einem Zuschauer angespuckt wurde." Mittlerweile ist er seit sieben Jahren im Verein und hat sowas noch nicht erlebt. "Da wurde eine Grenze überschritten, und ich werde daraus meine Konsequenzen ziehen, indem ich zukünftig nach den Spielen nicht mehr zu den Fans gehen werde - auch, um mich selbst zu schützen."

Zum sechsten Mal konnten die Babelsberger eine Führung nicht über die Zeit bringen. Dabei verzeichneten sie beste Gelegenheiten. Allein Angreifer Tom Nattermann, der beim 1:0 seinen dritten Saisontreffer erzielte, hätte das Spiel entscheiden können. Er traf noch den Pfosten und scheiterte mit einem Handstrafstoß am vorzüglichen Erfurter Keeper Jannick Theißen. "Es ist wie verhext", ärgerte sich SVB-Trainer Marco Vorbeck nach dem achten Remis im elften Saisonspiel. Ein Lob gab es dennoch: "Ich bin mega stolz auf diese Mannschaft, es macht mich nur traurig, dass sie sich am Ende nicht für ihre Mühe belohnt."

Den positiven Leistungstrend gilt es nun, in Punkte umzumünzen. Den nächsten Anlauf nimmt Babelsberg nach dem Pokalwochenende (Samstag, gegen den OFC Eintracht) am Sonntag, 20. Oktober, beim Tabellendritten 1. FC Lokomotive Leipzig. Ein echter Brocken, auch wenn Lok jüngst die erste Saisonniederlage kassierte und sich dabei überraschend schwach zeigte.

db/cfl