Klingbeil wird Co-Trainer

Rechtzeitig zur Länderspielpause: Jena verpflichtet Rico Schmitt

Jenas Neu-Trainer Rico Schmitt

Will Jena in die richtige Richtung lenken: Jenas Neu-Trainer Rico Schmitt. imago images

Elf Spiele, zehn Niederlagen, eine Torbilanz von -17 - das ist die desolate Bilanz des FC Carl Zeiss Jena in der Drittliga-Saison 2019/20. Man könnte sagen, dass bei den Jenaern alles falsch lief, was falsch laufen konnte. Der FCC steht mit einem Zähler abgeschlagen auf dem letzten Platz der Tabelle, mit einem Rückstand von acht Punkten - und das auf den Vorletzten aus Chemnitz. Auf die Nicht-Abstiegsränge sind es noch vier mehr. Zeit für eine Veränderung - dachten sich auch die Verantwortlichen des Klubs und entließen nach der 1:2-Niederlage gegen Duisburg (28. September), wohlgemerkt der neunten der Saison, Coach Lukas Kwasniok. Interimsweise übernahm Christian Fröhlich, dessen ein Spiel andauernde Amtszeit auch nicht von Erfolg gekrönt war (1:3 beim 1. FC Kaiserslautern).

In Aalen den Abstiegskampf verloren

Am Dienstagvormittag verkündete der FC Carl Zeiss Jena im Rahmen einer Pressekonferenz die Antwort auf die Trainerfrage: Rico Schmitt ist der Neue an der Seitenlinie und soll es im Kampf um den Abstieg richten. Der 51-Jährige bringt einschlägige Erfahrung mit, vor allem auch in der 3. Liga. Er wurde zuletzt als Retter in der Not beim VfR Aalen engagiert, konnte binnen 15 Spieltagen aber nicht den Abstieg in die Regionalliga verhindern. Zuvor war Schmitt unter anderem beim Halleschen FC (3. Liga), den Kickers Offenbach (Regionalliga) sowie Erzgebirge Aue (2. Bundesliga/3. Liga) als Cheftrainer engagiert. Aue führte der gebürtige Chemnitzer aus der 3. in die 2. Liga und spielte in der Saison 2010/2011 mit den Sachsen sogar überraschend lange um den Aufstieg in die Bundesliga mit.

Ex-Profi Klingbeil kehrt zurück

Als Co-Trainer steht ihm der ehemalige FCC-Profi René Klingbeil zur Seite. Der 38-Jährige spielte von 2015 bis 2017 in Jena und beendete seine aktive Karriere mit dem Aufstieg in die 3. Liga. "Wir glauben, dass dieses Team mit dieser Konstellation erfolgreich sein wird. Wir fangen jetzt praktisch bei null wieder an", sagte Jenas Präsident Klaus Berka.

"In der Mannschaft steckt Potential. Es sind viele talentierte Jungs dabei. Wichtig wird jetzt sein, dass man wieder positiv nach vorn schaut. Es sind noch 81 Punkte zu vergeben. Aber es ist natürlich eine große Herausforderung", sagte Schmitt bei seiner Vorstellung. "Welche Impulse wir setzen wollen, bleibt intern."

Die Verträge von Schmitt und Klingbeil laufen zunächst bis zum Saisonende. Bei Klassenerhalt verlängern sie sich automatisch, im Abstiegsfall wollen die Parteien neue Gespräche führen. Sein Drittliga-Debüt mit dem FCC wird das neue Duo am 20. Oktober im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld gegen Würzburg geben.

phb/cfl

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