Absteiger läuft und präsentiert sich als Einheit

Slomka verschafft sich und Hannover Ruhe - vorerst

96-Coach Mirko Slomka

Zumindest der Einsatz seines Teams stimmte wieder: 96-Coach Mirko Slomka kann in Ruhe weiterarbeiten. imago images

Die herbe 0:4-Klatsche gegen den 1. FC Nürnberg wog schwer und hallte lange nach in Hannover. Das "kollektive Versagen" (Slomka) wurde in Einzelgesprächen aufgearbeitet und genau analysiert. Offenbar zogen alle Beteiligten die richtigen Schlüsse daraus. "Wir haben nach dem schlechten Spiel gegen Nürnberg genau die richtige Reaktion gezeigt", unterstrich Torschütze Julian Korb. "Wir haben die Woche einfach sehr gut gearbeitet, die Fehler analysiert und es heute besser gemacht."

Vor allem die kämpferische Leistung stimmte bei den Niedersachsen bei ihrem Auftritt in Sachsen. "Ich habe die Werte noch nicht gesehen, aber ich denke, das waren ganz andere im Vergleich zum Nürnberg-Spiel", kommentierte Marc Stendera - und hatte Recht. Die Laufleistung war im Vergleich zur Partie gegen den Club um fast fünf Kilometer besser, obwohl ja nach dem Platzverweis für Miiko Albornoz ein Spieler in den letzten 25 Minuten fehlte (106,73 km versus 111,35 km). "Wir haben unter der Woche angesprochen, dass wir über Leidenschaft ins Spiel kommen und laufen, laufen, laufen müssen. Dass wir unsere Chancen kriegen werden, aber wenn wir nicht laufen, keine Spiele gewinnen können. Das haben wir heute gemacht."

Manchmal ist es eben ganz einfach. "Wir haben uns mit einer echten Teamleistung, einer kämpferischen Einheit durchgesetzt", zog Slomka Resümee. Doch der Druck ist beim Absteiger noch nicht raus. Nach der Länderspielpause kommt der VfL Osnabrück (Sonntag, 20. Oktober) in die HDI Arena und 96 wird den fünften Anlauf unternehmen, endlich den ersten Heimsieg der Saison einzufahren. "Weniger reden und einfach die Dinge anpacken", schlägt Manager Jan Schlaudraff vor. Ansonsten droht der nächste Herbststurm.

tru