Peters aus Grenada holt überraschend Gold

Vetter wirft den Speer zu WM-Bronze

Johannes Vetter

Warf den Speer zur Bronzemedaille: Johannes Vetter. Getty Images

Für Vetter reichten 85,37 Meter nach WM-Gold 2017 diesmal nur zum dritten Platz. Das zweite WM-Gold für Grenada in der WM-Geschichte erkämpfte völlig überraschend der erst 21 Jahre alte Anderson Peters mit 86,89 Metern. Für Top-Favorit Magnus Kirt aus Estland blieb mit 86,21 Silber.

Julian Weber landete mit 81,26 m auf Platz sechs. Olympiasieger Thomas Röhler und der deutsche Meister Andreas Hofmann waren bereits am Samstag in der Qualifikation ausgeschieden.

"Ich habe heute nicht unbedingt Gold verloren, sondern Bronze gewonnen. Es war ein heftiges Jahr", meinte Vetter im "ZDF". Vetter startete mit einem schwachen Versuch unter 80 Meter in den Wettkampf und machte diesen ungültig. Versuch Nummer zwei war längst nicht perfekt und flog viel zu weit nach rechts hinaus, reichte aber dann zu Bronze. Die folgenden Versuche waren deutlich kürzer.

Verletzungen bremsten Vetter in dieser Saison immer wieder aus, vor allem der Fuß seines linken Stemmbeins bereitete Probleme. Die gerade auch im Hinblick auf Olympia 2020 dringend nötige Operation verschob Vetter auf kurz nach der WM, die er ansonsten verpasst hätte. Die Vorbereitung verlief aufgrund der Probleme so aber alles andere als perfekt.

jom/dpa/sid