CFC stellt Kontakt zum rettenden Ufer her

Glöckner: "Das Korsett passt"

Tarsis Bonga und Patrick Glöckner

Patrick Glöckner, Trainer des Chemnitzer FC, instruiert seinen Stürmer Tarsis Bonga. imago images

Der zweite Saisonsieg des CFC war ein enorm wichtiger, weil die Himmelblauen durch den Triumph bis auf drei Punkte zum rettenden Tabellenplatz 16 aufgeschlossen haben. Trainer Glöckner zeigte sich dementsprechend zufrieden am "Magenta-Sport"-Mikrofon. "Wir haben in der ersten Halbzeit etwas verhalten gespielt. Wir mussten erst einmal schauen: 'Was macht der Gegner? Wie aktiv ist der Gegner?'", erklärte der 42-Jährige und ergänzte: "In der zweiten Hälfte haben wir gesagt, dass wir mehr Mut brauchen und mehr Willen im letzten Drittel. Ich denke, dass wir dann die Aktionen sehr gut ausgespielt haben und dafür wurden wir am Ende belohnt."

Das war jetzt ein Sieg - der schön ist, aber wir wissen, wie der Fußball ist.

Patrick Glöckner, Trainer des Chemnitzer FC
Spielersteckbrief Bonga

Bonga Tarsis

Trainersteckbrief Glöckner

Glöckner Patrick

Ein Sonderlob hatte der Cheftrainer derweil für Bonga. "Klasse Spieler, gute Partie", sagte er über den 22-Jährigen. "Wir haben Tarsis vom Zentrum auf die Außen gepackt, weil wir wussten, dass er auf Strecke sehr schnell ist. Der agiert wie ein D-Zug, sage ich immer und er ist unwahrscheinlich schwer zu verteidigen", begründete Glöckner die Entscheidung, den Stürmer auf dem Flügel einzusetzen.

Angesprochen auf die eigene Leistung sagte der Torschütze: "Natürlich pumpe ich da (ab der 70. Minute, Anm. d. Red.), aber das ist mein Spiel: Mich zu schicken, den Ball zu treiben, den Körper reinzustellen - das ist natürlich anstrengend. Aber so ist Fußball, dass macht ja Spaß."

Für den weiteren Saisonverlauf sah sein Trainer den Grundstein gelegt: "Wir sehen, dass das Korsett, das wir den Jungs geschnürt haben, passt. Dass die Jungs bock darauf haben, das ist das Entscheidende - weil, wenn man was vorgibt und die Jungs das nicht leben können, dann macht das keinen Sinn." Dennoch trat der Coach etwas auf die Euphoriebremse und ordnete das Spiel realistisch ein: "Entscheidend ist die Konstanz. Das war jetzt ein Sieg - der schön ist, aber wir wissen, wie der Fußball ist. Dass kann Ruckzuck wieder anders aussehen - und dann muss man die richtigen Stellschrauben finden."

fob