Ur-Bayer fünfmal in Folge nur auf der Bank

Kovacs Satz sorgt für Unmut - Müller: "Nothing to say"

Thomas Müller, hier neben Niko Kovac kurz vor seiner Einwechslung gegen Hoffenheim

Schwerer Stand: Thomas Müller, hier neben Niko Kovac kurz vor seiner Einwechslung gegen Hoffenheim. picture alliance

Zum fünften Mal in Folge saß Thomas Müller gegen Hoffenheim (1:2) zu Spielbeginn nur auf der Bank. Philippe Coutinho, für 8,5 Millionen Euro vom FC Barcelona ausgeliehen, erhält auf der Zehn den Vorzug vor dem Ur-Bayer. Klar, der Brasilianer benötigt Praxis. Beide gemeinsam in der Startelf - als linke und rechte Acht oder als Zehn und hängende Spitze beispielsweise - seien zu viel Risiko, meinte Trainer Niko Kovac.

Eine schwierige Konstellation. Alternativ könnte Müller wie schon häufig auch auf dem Flügel ran. Die beiden Außenbahnen aber sind derzeit für Kingsley Coman, Serge Gnabry und Ivan Perisic reserviert. Also wird's eng für den 30-Jährigen, einen festen Platz in dieser bayerischen Auswahl zu finden.

Feingefühl? Kovacs Aussage war eher ungestüm

Inwiefern Müller dem FCB sportlich hilft, muss der Trainer wissen. Seine Entscheidungen gilt es zu akzeptieren. Aber: Es braucht enorm viel Feingefühl, um diese Angelegenheiten zu moderieren. Kovacs Aussage am Samstag vor der Partie bei "Sky", "wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen", war eher ungestüm, hört sich sehr nach Notnagel an.

Logisch, dass Müller darüber nicht glücklich ist. Um 17.37 Uhr, keine 20 Minuten nach Abpfiff, marschierte der Offensivallrounder schon geduscht durch die Mixed Zone, raus aus dem Stadion. Im Vorbeigehen sagte er: "Nothing to say, wie die Engländer sagen." Es gebe nichts zu sagen. Manchmal sagt ein Schweigen aber auch sehr viel.

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Georg Holzner

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