Dortmund mit unglücklicher Serie

Reus bedient: "Muss von der Qualität reichen"

Unzufrieden: Dortmunds Kapitän Marco Reus nach dem 2:2 in Freiburg.

Unzufrieden: Dortmunds Kapitän Marco Reus nach dem 2:2 in Freiburg. Picture Alliance

2:2 in Frankfurt, 2:2 gegen Bremen und jetzt 2:2 in Freiburg. Drei Punkteteilungen in Folge entsprechen nicht dem Anspruch der Dortmunder, die sich vor der Saison die Meisterschaft als Ziel setzten. "Drei Unentschieden hintereinander - das ist natürlich zu wenig. Ganz klar", sagte Kapitän Reus bei "Sky". Eine aus Borussen-Sicht unbefriedigende Parallele: In jedem Spiel führte der amtierende Vizemeister mit 2:1.

"Das ist jetzt natürlich das zweite oder dritte Mal, dass wir 2:1 oder 1:0 führen und uns dann kurz vor Schluss noch das Gegentor fangen." Gegen Bremen glich Marco Friedl bereits in der 55. Minute aus. Aber gegen Frankfurt und Freiburg sorgte jeweils ein Eigentor von Thomas Delaney und Manuel Akanji kurz vor Schluss noch für ein Remis. Den späten Ausgleichstreffer der Freiburger analysierte Delaney als unnötig: "Das ist keine Großchance, ich habe das Gleiche gemacht in Frankfurt. Im Moment sind die kleinen Dinge gegen uns."

Delaney: "Vielleicht kontrollieren wir zu viel"

Wie man laut dem Dänen das Übel hätte abwenden können? "Das Spiel muss tot sein. Wir brauchen nicht nur ein Tor, sondern zwei, drei. Das fehlt uns im Moment." Auch Reus bemängelte das fehlende Dortmunder Durchhaltevermögen: "Wenn du überall in Führung gehst, dann muss es von der Qualität reichen, dass du hier gewinnst."

Nach der 1:0-Pausenführung ließ der BVB jegliche Dominanz im zweiten Durchgang vermissen und ließ sich mehr und mehr den Schneid abkaufen. "In der zweiten Hälfte haben wir insgesamt kein gutes Spiel gemacht, haben wenig Torchancen kreiert", sagte Reus. Auch Delaney vermutet die Probleme im Spiel mit dem eigenen Ball: "Wir kontrollieren, vielleicht kontrollieren wir zu viel und greifen nicht genug an."

Bayerns Niederlage interessiert nicht

Dass die Bayern gleichzeitig bei der Heimniederlage gegen Hoffenheim (1:2) Federn ließen, interessiert die Dortmunder erst einmal wenig. "Das bringt uns alles nichts", sagte Reus. "Es ist egal, was die anderen machen. Solange wir unsere Spiele nicht gewinnen, brauchen wir nicht auf andere Plätze gucken."

Verteidiger Lukasz Piszczek, der schon nach 14 Minuten ausgewechselt werden musste, hat Adduktorenprobleme, wie Lucien Favre nach Spielschluss mitteilte.

mxb