Innenverteidiger drückt auf Euphoriebremse

Mockenhaupt: "Im Endeffekt gibt es auch nur drei Punkte"

Sascha Mockenhaupt und Borna Sosa

Bot eine kämpferische Leistung: Sascha Mockenhaupt (li.), Verteidiger des SV Wehen Wiesbaden. imago images

"Zufriedenstellend", sagte Mockenhaupt mit einem Augenzwinkern nach der Begegnung in der Mixedzone über das Ergebnis. Gerade hatte er mit seinem Verein, dem SV Wehen Wiesbaden, drei Punkte beim Bundesligaabsteiger VfB Stuttgart entführt, die man durchaus als glücklich bezeichnen konnte. Der 28-Jährige mahnte, und wollte den Erfolg nicht überbewerten: "Im Endeffekt gibt es auch nur drei Punkte für den Sieg. Natürlich ist es etwas Besonderes und sehr emotional - gerade vor so einer Kulisse. Aber wenn man auf die Tabelle schaut, sind uns die drei Punkte wichtig, der Gegner ist erstmal egal."

Mit dem überraschenden Auswärtserfolg setzt Wiesbaden, die vergangene Woche das erste Mal überhaupt in der Liga dreifach punkten konnten (2:0 gegen Osnabrück), fort und stellt wieder Kontakt zum rettenden Ufer her. Mockenhaupt bemerkte, dass sich die Mannschaft von Rüdiger Rehm bereits im Vorfeld der Partie etwas ausgerechnet habe: "Wir wussten, dass Stuttgart defensiv Fehler macht und wenn wir hinten gut Stehen, unsere Situationen bekommen würden. Wenn du dann aus zwei Chancen, zwei Tore machst - dann gewinnst du eben."

Spielersteckbrief Lindner

Lindner Heinz

Spielersteckbrief Mockenhaupt

Mockenhaupt Sascha

Einen Vorteil sieht er darin, dass "die ganzen anderen Mannschaften" aus dem Keller noch nach Stuttgart reisen müssen und dass "Stuttgart so viele Spiele zu Hause nicht" verlieren wird. Zufrieden zeigte sich Mockenhaupt mit dem Debüt des neuen Schlussmanns Heinz Lindner: "Man merkt sofort seine Präsenz. Er versucht zu steuern, auch wenn es durch die Kulisse heute schwierig war. Wir sind froh, dass wir ihn dazubekommen haben.

Dann habe ich zwei Einheiten mit der Mannschaft gemacht und die dritte Einheit war das Spiel hier vor 50.000. Es war ein überragendes Erlebnis heute.

Heinz Lindner, Torhüter des SV Wehen Wiesbaden

Der Neuzugang selbst, berichtete wie turbulent die letzte Woche für ihn war: "Es ist ziemlich schnell gegangen: Ich habe einen Anruf bekommen und am nächsten Tag saß ich im Flieger Richtung Frankfurt", so der Torhüter. "Dann habe ich zwei Einheiten mit der Mannschaft gemacht und die dritte Einheit war das Spiel hier vor 50.000. Es war ein überragendes Erlebnis heute", verriet der Österreicher.

Der erst unter der Woche verpflichtete und sofort zwischen die Pfosten beorderte Lindner war begeistert von seiner neuen Mannschaft: "Jeder von uns war heute eine Mentalitätsbestie, jeder von uns hat sich in die Schüsse geworfen - das war der Wahnsinn heute. Ich bin froh ein Teil dieser Mannschaft zu sein."

fob