Köln gegen Schalke unter Zugzwang

Beierlorzer: "Man kann immer den Reset-Knopf drücken"

Achim Beierlorzer

Gelingt gegen Schalke der zweite Saisonsieg? FC-Trainer Achim Beierlorzer. imago images

Dennoch steht der 1. FC Köln vor dem "zweiten" Spieltag nach dem Neustart unter Zugzwang. Mit einer 0:4-Pleite gegen Hertha BSC hatte wohl niemand gerechnet - und doch war sie nur eine Bestätigung der vorherigen fünf Spiele. Taktische Mängel, ein eindimensionaler Spielaufbau, ein ineffektiver Angriff, Fehler in der defensiven Zuordnung und ein inkonsequentes Zweikampfverhalten - es sind teils grundlegende Elemente, die Achim Beierlorzer in den Griff bekommen muss.

Passend dazu sagt Beierlorzer vor dem Spiel bei Schalke 04: "Man kann immer den Reset-Knopf drücken." Und das wäre auch nötig, denn mit der angesprochenen Mängelliste wird es gegen "die Mannschaft der Stunde", wie Beierlorzer die Königsblauen nennt, sehr schwer. Der Coach, für den es "keine Alternative zum Optimismus gibt", fordert Überzeugung von seinen Spielern: "Wichtig ist, dass die Mannschaft weiter an sich glaubt, weiter an ihre Stärken glaubt. Wir dürfen unser Selbstvertrauen nicht verlieren."

Doch reicht Überzeugung? Verliert die Mannschaft in schwierigen Zeiten nicht automatisch an Selbstvertrauen? Fakt ist, dass die Spieler von Beierlorzer in der 1. Bundesliga mithalten können. Zwar hatte der Trainer bislang Schwierigkeiten, Akteure mit nachgewiesen großen Qualitäten wie Jhon Cordoba, Louis Schaub oder Dominick Drexler wirklich gewinnbringend einzusetzen - aber es ist immer auch ein Prozess, der Zeit benötigt und nach sechs Spieltagen längst kein Ende gefunden haben kann. Und zur Not kann man ja immer noch den Reset-Knopf drücken.

eli

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