Interimscoach peilt den nächsten Sieg an

Kiels Werner: "Die Tür ist für alle offen"

Ole Werner

Interims- oder Dauerlösung? Momentan trainiert Ole Werner die Zweitliga-Mannschaft von Holstein Kiel. imago images

Mit einem 3:0-Sieg befreiten sich die Störche am vergangenen Spieltag vom über Wochen angestauten Frust. Der zweite Dreier der Saison sorgte dafür, dass das von Interimstrainer Ole Werner betreute Team auf den 14. Rang kletterte. Ausruhen auf den im Ronhof errungenen drei Punkten will sich in Kiel aber niemand. "Wir haben noch einen langen Weg vor uns", sagte Kapitän Wahl, auch wenn der 3:0-Erfolg in Fürth ein "Statement" und ein "erster Schritt" gewesen sei.

"Ich rechne mit einem intensiven Spiel"

Ein weiterer Sieg im heimischen Stadion gegen Regensburg würde die KSV wohl ins Tabellenmittelfeld vorstoßen lassen - klar also, dass der eigentlich für die zweite Mannschaft angestellte Werner drei Punkte anpeilt. "Ich rechne mit einem intensiven Spiel gegen einen unangenehmen Gegner. Aber ich bin guter Dinge, dass wir trotzdem Lösungen finden werden", sagte der 31-Jährige am Freitag auf der Spieltagskonferenz.

Es gehe darum, die nötigen Räume zu finden, um das eigene Offensivspiel zu Entfaltung bringen zu können. Zugleich ist Werner aber vor den Gästen gewarnt. "Regensburg ist eine Mannschaft, die einen Fußball spielt, dem man sich schwer entziehen kann. Wir müssen dem Gegner Paroli bieten", verlangt er. Zwar war das Trainerteam beim Spiel gegen das Kleeblatt mit den "individuellen Leistungen" durchaus einverstanden, punktuelle Veränderungen im Kader sind jedoch nicht ausgeschlossen. "Die Tür ist für alle offen. Jeder kann sich im Training anbieten", sagt Werner. Keine Option sind allerdings auch am Sonntag Jannik Dehm (Reha nach Schienbeinbruch), Aleksandar Ignjovski (Faserriss in der Gesäßmuskulatur), Finn Porath (Muskelfaserriss in der Wade) und Emmanuel Iyoha (Muskelfaserriss im Oberschenkel).

"Wichtig ist, dass wir eine gute Lösung finden"

Ob Werner auch nach der Länderspielpause noch auf der Trainerbank des Profiteams sitzen wird, ist noch nicht geklärt. Auszuschließen ist es aber nicht. Mit einer Entscheidung von Sportchef Fabian Wohlgemuth ist in der kommenden Woche zu rechnen. "Er und ich stehen im ständigen Austausch. Wichtig ist, dass wir eine gute Lösung finden", sagt Werner, der allerdings momentan noch seine Ausbildung zum Trainer in Hennef absolviert.

pau/AG