Bundestrainerin erwartet stärkere Ukraine

Voss-Tecklenburg baut auf Elsig

Johanna Elsig

Auf dem Weg zurück in die Startelf: Johanna Elsig. imago images

Das Hinspiel in der Ukraine vor etwas mehr als einem Monat verlief unerwartet einseitig. 8:0 gewann die deutsche Nationalmannschaft am 3. September in Lemberg ihr zweites Qualifikationsspiel - nach dem 10:0 Auftakterfolg gegen Montenegro - für die Europameisterschaft 2021 in England. Ein ganz so einseitiges (Rück-)Spiel erwartet Martina Voss-Tecklenburg am Samstag (14 Uhr, LIVE bei kicker.de) auf dem Aachener Tivoli allerdings nicht.

"Wir sind uns sicher, dass die Ukraine aus dem Hinspiel gelernt hat. Das ist doch klar. Ich glaube, dass sie kompakter stehen werden. Im Hinspiel hatten sie große Lücken und haben nicht so aktiv verteidigt, wie wir das vermutet haben. Und wir hatten deshalb auch nicht erwartet, dass das Ergebnis so deutlich ausfällt. Aber wir haben es einfach auch gut gemacht", erzählte die Bundestrainerin am Freitag auf einer Pressekonferenz in Aachen.

Es ist wichtig, dass sie sich wieder präsentiert. Sie ist eine Führungsspielerin, die Verantwortung übernimmt.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg

Innenverteidigerin Johanna Elsig bestätigt: "Die Ukraine hatte sich im Hinspiel gegen uns etwas ausgerechnet und gedacht, sie können uns mit Kontern überraschen und hinten kompakt stehen. Aber das ist ihnen nicht gelungen. Ich gehe davon aus, dass sie am Samstag kämpferisch mehr zeigen werden."

Elsig wird am Samstag in der Startformation stehen. "Sie hat gute Leistungen im Verein gebracht, erzählt Voss-Tecklenburg. "Es ist wichtig, dass sie sich wieder präsentiert. Sie ist eine Führungsspielerin, die Verantwortung übernimmt."

Elsigs Ansage

Bei der Weltmeisterschaft in Frankreich im Juni hatte die Potsdamerin keine Minute Einsatzzeit bekommen, musste sich hinter den gesetzten Sara Doorsoun und Marina Hegering (beide sind aktuell verletzt) einreihen. Elsig dazu: "Ich hatte gehofft, dass ich bei der WM mehr spielen werde. Das war sehr schade für mich. Aber ich habe meine Rolle zu 100 Prozent angenommen und akzeptiert. Sobald ich aber auf dem Platz stehen kann, gebe ich mich damit nicht zufrieden. Ich will das jetzt aktiv ändern." Auch am Dienstag (14 Uhr) im nächsten EM-Qualifikationsspiel in Griechenland wird Johanna Elsig zur Startformation gehören.

Gunnar Meggers