Heidenheims Trainer will Tabelle nicht überbewerten

Schmidt über Bochum: "Hat Qualität, aber auch Probleme"

Frank Schmidt

Dauerbrenner auf der Heidenheimer Trainerbank: Chefcoach Frank Schmidt. imago images

Mit zwölf Punkten rangiert der FCH immerhin auf dem fünften Tabellenplatz, gerade einmal drei Zähler trennen die Schwaben vom Relegationsrang. Für Schmidt spielt das allerdings eine untergeordnete Rolle. "Jetzt haben wir dann ein Viertel der Saison gespielt, von daher ist das Spiel gegen den VfL Bochum in der Anfangsphase der Saison wichtig", erklärt er. Ziel sei es, sich durch einen weiteren Sieg "in der Liga, auch in dieser Saison weiter zu stabilisieren".

Dass sein Team dazu die Möglichkeiten habe, steht für ihn außer Frage. "Wir sind so selbstbewusst, um zu wissen, dass wir den VfL Bochum zu Hause schlagen können. Aber das wird eine Menge Arbeit für uns geben", sagt Schmidt, der eine "hohe Meinung" vom auf dem vorletzten Platz stehenden VfL hat: "Die Mannschaft hat Qualität, hat aber auch Probleme - sonst hätte sie nicht so wenig Punkte."

Schmidt kennt Bochums Coach von früher

Der schwache Saisonstart sorgte bei den Gästen auch für einen frühen Trainerwechsel und für ein Wiedersehen unter alten Bekannten. Denn Schmidt kennt VfL-Coach Thomas Reis von früher: "Wir haben in unseren Jugendzeiten oft zusammengespielt, auch in Nationalmannschaften." Unter dem neuen Coach, so glaubt Heidenheims Trainer, sei es nur "eine Frage der Zeit, bis sich der VfL da unten aus der Tabelle herausarbeiten kann".

Der erste Schritt dazu soll aber noch nicht am Wochenende erfolgen, schließlich sollen die drei Zähler auf dem Heidenheimer Schlossberg bleiben. Sein Team, das ohne Maximilian Thiel (Reha nach Kreuzbandriss) auskommen und womöglich auch auf Niklas Dorsch (individuelle Einheiten unter der Woche) verzichten muss, dafür aber wieder mit Marnon Busch verstärkt wird, hat Schmidt auf den Gegner gut eingestellt. Bochum, so erwartet er, werde versuchen, " in der Dreierkette aufzubauen, variabel im Positionsspiel und gefährlich im Umschaltspiel zu sein".

pau