Wolfsburgs kleiner Brasilianer mit großer Wirkung

William: "Ich bin ein Kopfballungeheuer"

"Ich habe ein gutes Timing": Wolfsburgs Torschütze William. imago images

Aus St. Etienne berichtet Thomas Hiete

Er hatte es schon in der Vorbereitung getan. Beim 2:0-Testspielsieg in Eindhoven traf der Brasilianer mit dem Kopf, nachdem er konsequent in den Strafraum durchgelaufen war und eine Flanke einnickte. Damals servierte Jerome Roussillon, in Saint-Etienne nun legte Maximilian Arnold auf. Freudig sagt William: "Ich bin ein Kopfballungeheuer." Nicht die Länge macht es bei ihm, sondern: "Ich habe ein gutes Timing."

Und das macht ihn zu einem wichtigen Spieler im System von Oliver Glasner. Schon im Pokal in Halle (5:3) hatte William einen Treffer (mit dem Fuß) erzielt, jetzt die Premiere im Europapokal. William besetzt wie Roussillon auf der Gegenseite die komplette rechte Bahn, ist defensiv wie offensiv gefordert. Und macht seine Sache so gut, dass Neun-Millionen-Euro-Neuzugang Kevin Mbabu nicht an ihm vorbeikommt.

"Nach den Spielen sind wir müde. Aber das ist gut so"

Die neue Rolle liegt William, der sich trotzdem noch immer in der Umgewöhnungsphase befindet. "Das System ist gut", sagt er mit Überzeugung, "Jerome und ich müssen immer auch attackieren, nach den Spielen sind wir müde. Aber das ist gut so." William meistert es mit großem Fleiß. Und mit Köpfchen.

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