Borussia Sportdirektor spricht von "Polizei-Diktatur"

Eberl wettert: "So kenne ich die Türkei nicht"

Max Eberl

Kritisiert das Verhalten der türkischen Polizei: Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. Getty Images

Rund um die Partie gegen den türkischen Vizemeister Basaksehir hatte es Ärger zwischen der türkischen Polizei und Borussen-Fans gegeben. Zunächst waren zwei Gladbach-Anhänger sogar festgesetzt worden, weil sie angeblich Polizisten geschlagen hatten. Ein Video belegt aber, dass diese Vorwürfe nicht zutreffen.

Zudem hatten Polizisten beim Einlass Borussen-Fans ihre Fahnen abgenommen. "So kenne ich die Türkei nicht, ich kenne die Menschen in der Türkei anders: Es sind nette und höfliche Menschen. Aber wenn ich das so sagen darf: Das hier ist Polizei- Diktatur", wetterte Eberl.

Eberl: "Es macht mich traurig..."

Noch am Abend nach dem Spiel im Fatih-Terim-Stadion hatte Borussia eine Stellungnahme des Sportdirektors verbreitet: "Es macht mich traurig, dass wir im Jahr 2019 solche Zustände in Europa haben. Dass die Polizei entscheiden kann, welche Fahnen ins Stadion reinkommen und welche nicht."

Eberls konkrete Vorwürfe: "Wir sind keine politische Veranstaltung und wollen Spaß und Sport haben. Dafür sind wir hier. Aber unsere Fans wurden von Anfang an drangsaliert, mussten mit dem Bus anreisen und durften sich nicht frei zum Stadion bewegen. Das sind für mich groteske Szenen."

Also wird die Partie in Istanbul ein Nachspiel haben. Eberls Folgerung: "Wir werden das bei der UEFA anmerken. Das hat nichts mit Fußball zu tun."

Oliver Bitter