Rönnow und Ndicka überzeugen bei Frankfurts Auswärtssieg

Plötzlich wichtig: Zwei Reservisten bei der Eintracht im Mittelpunkt

Überzeugten: Frederik Rönnow (hinten) und Evan Ndicka.

Überzeugten: Frederik Rönnow (hinten) und Evan Ndicka. imago images

Die Eintracht hat das zähe Ringen mit Guimaraes knapp für sich entschieden. In einer chancenarmen, aber umkämpften Partie reichte am Ende ein Kopfball von Ndicka, der nach einem Eckball seinen Weg ins Glück fand. "Ich freue mich riesig für ihn, dass er ein Tor gemacht hat. Das wird ihm Auftrieb und auch Selbstvertrauen geben", sagte Sportdirektor Fredi Bobic nach Abpfiff am Mikrofon von "Nitro".

Selbstvertrauen, weil Ndicka in dieser Spielzeit noch nicht wirklich im Mittelpunkt stand. Bei 15 Pflichtspielen der Frankfurter stand der Innenverteidiger in lediglich vier Spielen auf dem Feld - davon dreimal bei der Europa-League-Qualifikation. Erst die Kopfblessur von Makoto Hasebe spülte den 20-jährigen Franzosen zurück in die Startformation. Und er machte seinen Job gut, nicht nur wegen seines Treffers. In der Defensive klärte er etwa eine scharfe Hereingabe im eigenen Fünfmeterraum. "Eine tolle Leistung von dem Jungen", lobte Bobic. "Da sieht man, wie wichtig jeder in der Mannschaft auch ist. Das ist nicht nur ein Spruch."

Rönnow nutzt seine erste Chance

Plötzlich wichtig ist auch der eigentliche Ersatzkeeper Rönnow, der nach der Schulterverletzung von Kevin Trapp für den Rest der Hinrunde das Tor hüten wird. Zwar ohne Glanzparaden, dafür immer wieder aufmerksam und sicher bei einigen tückischen Fernschüssen, erntete auch der Däne Lob von Bobic: "Absolut fehlerfrei. In den Situationen, wo er gefordert war, war er da und hat die Bälle sicher gemacht. Er war sehr ruhig, sehr sachlich und hat immer wieder schnell umgeschaltet."

Der Torhüter selbst reichte das Lob weiter: "Wir haben als Mannschaft gut dagegengehalten, wir hatten eine gute Abwehr." Rönnow freut sich darüber, zu Null gespielt zu haben und äußerte sich zu seiner schwierigen Situation, da er fast ein Jahr ohne Pflichtspiel blieb (letztmalig am 13.12.2018 beim 2:1-Sieg bei Lazio Rom im Einsatz): "Wenn du so lange wie ich nicht gespielt hast, musst du erst einmal in den Rhythmus kommen. Ich brauche noch ein paar Spiele." Seinen Optimismus hat er indes nicht verloren: "Ich habe auf die Chance gewartet, hoffentlich kann ich sie nutzen."

mxb