Chancenverwertung ist doppelt gut

Freiburg: Breite Brust gegen den Angstgegner

Reus vs. Höfler

Angstgegner BVB kommt: Da ist - hier Nicolas Höfler (r.) im Duell mit Marco Reus - auch Zweikampfstärke gefragt. imago images

Insgesamt konnte Freiburg nur drei von 38 Duellen mit dem BVB für sich entscheiden (10 Remis, 25 Niederlagen), nur gegen die Bayern kassierte der SC noch eine Niederlage mehr. Der letzte Erfolg gegen die Westfalen ohne Gegentreffer datiert auf den 21. Oktober 2001, den zweiten Treffer beim 2:0 in Dortmund erzielte damals Sebastian Kehl, heute Lizenzspieler-Chef beim damaligen Gegner.

Dennoch hat der SC alle Gründe, um optimistisch in die kommende Begegnung zu gehen, die Vorzeichen waren selten besser. In der Tabelle stehen die drittplatzierten Freiburger vor Dortmund auf Rang acht, vor allem aufgrund der doppelt guten Effizienz: 34,2 Prozent ihrer bisherigen Chancen verwerteten die Breisgauer, so gut war der Wert nach sechs Spieltagen noch nie, 2011/12 waren es "nur" 30,3 Prozent. Und: Die gegnerische Chancenverwertung liegt bei 15,6 Prozent, so niedrig war sie beim SC nach sechs Spieltagen noch nie. Bisheriger Bestwert: 18,8 Prozent in der Saison 2017/18.

"Das kann man jetzt Spitzenspiel nennen", findet Innenverteidiger Dominique Heintz, weiß aber: "Es wird eine harte Aufgabe, offensiv hat Dortmund viel Qualität und viele schnelle Spieler. Aber wir spielen zu Hause und da werden wir Vollgas geben." Für Christian Günter wird der erste Härtetest auch ein Wegweiser, ob Rang drei nur eine Momentaufnahme oder eine Tendenz für die ganze Saison sein kann: "Jetzt kommen die dicken Brocken. Da werden wir sehen, wohin die Reise geht."

Patrick Kleinmann