Dortmunds Sportdirektor lobt Doppeltorschützen Hakimi

Zorc: "Der Plan vom Trainer ist voll aufgegangen"

Michael Zorc, Hans-Joachim Watzke und Sebastian Kehl

Sahen einen 2:0-Arbeitssieg in Prag: Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc, Hans-Joachim Watzke und Sebastian Kehl. imago images

Es war vielleicht nicht immer schön anzuschauen, dafür basierte der Arbeitssieg des BVB in Prag auf Pragmatismus und Kaltschnäuzigkeit. Hervortat sich in diesen Kategorien vor allem einer: Hakimi, der eigentlich auf dem Abwehrflügel beheimatet ist, diesmal jedoch deutlich offensiver aufgestellt worden war und über die "Außenbahn ein überragendes Spiel gemacht" habe, so Zorc. "Er ist extrem wichtig für uns." Gleich beide Tore hatte der 20-jährige Nationalspieler Marokkos erzielt, der damit der erste Doppelpacker aus dem nordafrikanischen Land in der Königsklasse wurde. "Wir haben gehofft, dass wir heute die Räume kriegen, die er dann auch durch seine Schnelligkeit genutzt hat", erklärte Zorc die ungewohnte Rolle für den Außenverteidiger.

So ein Sieg ist nicht zu ersetzen.

Michael Zorc

Diese hatte sich Favre ausgedacht. "Wir haben ein paar Sachen anders gemacht. Wir sollten etwas Neues probieren", sagte der Schweizer. Mit Erfolg. "Der Plan vom Trainer ist komplett aufgegangen", freute sich Zorc.

Gar nicht in Frage stellen wollte der Ex-Profi, dass weniger spielerische Mittel, als vielmehr der Kampf zum ersten Sieg im zweiten Champions-League-Spiel geführt hat. "Das war das Problem die letzten Wochen, als wir das Spiel scheinbar dominiert, geführt und den Sack nicht zugemacht haben und einfach nicht ergebnisorientiert gespielt haben. Das haben wir heute hervorragend umgesetzt", so Zorc. "So ein Sieg ist nicht zu ersetzen. Wir haben zuletzt viel getan und einige Fehler gemacht."

Allerdings lief auch in der tschechischen Hauptstadt noch längst nicht alles rund. "In der zweiten Hälfte haben wir dann ein bisschen die Kontrolle über das Spiel verloren", hielt Zorc fest und auch Kapitän Marco Reus befand: "Wir hätten meiner Meinung nach das 2:0 etwas früher machen können. So haben wir es etwas spannend gehalten."

pau