Müller muss mit der Bank Vorlieb nehmen

Zentner bleibt langfristig im Mainzer Tor

Wachablösung: Robin Zentner (li.) ist die neue Nummer eins bei Mainz. Florian Müller muss erst einmal auf die Bank.

Wachablösung: Robin Zentner (li.) ist die neue Nummer eins bei Mainz. Florian Müller muss erst einmal auf die Bank. imago images

Mehrere Wochen musste sich Schwarz immer wieder Fragen nach den Torleuten stellen, nachdem Müller mit durchwachsenen Leistungen in die Saison gestartet war und am 4. Spieltag wegen einer Handgelenkverletzung fehlte, gab es keine feste Hierarchie, die Trainingsleistungen unter der Woche gaben den Ausschlag. Der 21-Jährige war zwar nach einer Woche wieder genesen, saß zuletzt zweimal auf der Bank. Dabei wird es nun auch bleiben, denn der drei Jahre ältere Zentner wurde von Schwarz und Torwarttrainer Stephan Kuhnert zur neuen Nummer 1 gekürt.

"Die Konstellation ist klar, das war schon gegen Wolfsburg so: Robin Zentner steht in der Kiste. Das Momentum ist auf seiner Seite, die Qualität, die er im Training und in den Spielen abgerufen hat, und seine Ausstrahlung unterstreichen das. Wir werden die Diskussion in den Medien jetzt nicht Woche für Woche neu führen, das wäre Energieverschwendung", sagt Schwarz auf kicker-Nachfrage.

Die beiden Torwart-Eigengewächse haben sich in den vergangenen Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Zu Beginn der Saison 2018/19 wurde Müller zur Nummer 1 bestimmt, musste seinen Platz dann aber Mitte der Hinrunde wegen einer Verletzung räumen. Nach der Winterpause kehrte er ins Tor zurück, weshalb Zentner Ende April sogar mit einem Wechsel liebäugelte. "Mein Ziel ist es, in Mainz zu spielen. Wenn das nicht möglich ist, muss ich mir vielleicht etwas anderes überlegen", hatte er auf kicker-Nachfrage erklärt. Mainz 05 schloss eine Freigabe jedoch kategorisch aus, erneuerte aber im Sommer seine Entscheidung mit Müller als Nummer 1 in die neue Saison zu gehen. Als Müller kürzlich verletzungsbedingt fehlte, nutzte nun Zentner seine Chance. In der laufenden Saison kommt er auf einen kicker-Notenschnitt von 2,33 und Müller auf 3,67.

Michael Ebert