Gladbach muss den Fehlstart in Europa vergessen machen

Rose: Verlieren verboten vor Mini-Kulisse

Marco Rose

Mit seinen Borussen am Bosporus gefordert: Marco Rose. Getty Images

Am Abend vor der Partie gab sich Trainer Marco Rose in Istanbul kämpferisch und verriet sogar schon ein wenig über die Aufstellung der Fohlen. "Wir haben keinen Grund zu wechseln. Wir haben zwei erfolgreiche Spiele hinter uns und wollen den Schwung auch in die Europa-League mitnehmen", kündigte der Borussia Trainer an. Konkret: "Es wird also eine ganz ähnliche Formation sein wie in Hoffenheim."

Es gilt, nach der 0:4-Blamage gegen den Wolfsberger AC im ersten Spiel zu punkten. Verlieren verboten. Gute Erfahrungen mit dem Gegner machten die Borussen in der Vorbereitung tatsächlich schon, denn im Testspiel legten die Fohlen den türkischen Vizemeister mit 5:1 aufs Kreuz.

"Diese Partie wird natürlich morgen keine Rolle spielen", betont Rose. "Wir kennen die Spielidee unseres Gegners und wissen um die individuelle Qualität dieser Mannschaft." Die allerdings zum Auftakt ebenfalls 0:4 unterlag, bei AS Rom.

Des Trainers Vorgabe: "Nach der Niederlage zum Start sollten wir morgen unbedingt anfangen zu punkten. Wir wollen international überwintern, dieses Ziel haben wir ausgegeben, und es ist klar, dass wir das erreichen können."

Wendt feiert ein Jubiläum

Ein Gladbacher Dauerbrenner, der ein bisschen ins Hintertreffen zu geraten schien, wird morgen gewiss in der Startelf dabei sein. Mit der Verpflichtung von Ramy Bensebaini schien es, als sollte sich Oscar Wendt darauf einstellen müssen, demnächst häufiger draußen zu sitzen. Zunächst aber hat der Schwede den Zweikampf um den Platz hinten links in der Viererkette wohl gewonnen.

Wendt jedenfalls freut sich auf sein 30. Europapokal-Spiel mit der Borussia, damit kommt er gemeinsam mit Keeper Yann Sommer auf die meisten Einsätze in einem internationalen Wettbewerb. "Nach der Niederlage zu Beginn müssen wir etwas tun, aber wir sind gut drauf und wollen unbedingt punkten", erzählt der Linksverteidiger.

Und zu der Konkurrenzsituation in der Abwehr: "Ramy ist ein Spieler, der uns definitiv besser macht, auch mich persönlich. Jeder braucht doch Konkurrenz, die muss es auf diesem Niveau geben. Das bringt uns alle nach vorne." Doch in Istanbul wir Rose, so viel ist abzusehen, auf den erfahrenen Schweden setzen.

Ungewöhnliche Atmosphäre

Eine ungewöhnlich Atmosphäre erwartet die Fohlen in jedem Fall. Eine moderne, aber relativ kleine Arena mit einem Fassungsvermögen von rund 18.000 Zuschauern im Ligabetrieb: Das ist äußerst selten. Türkische Medien erwarten überdies, dass das Fatih-Terim-Stadion am Donnerstagabend gerade mal zur Hälfte gefüllt sein wird.

Oliver Bitter

Die Finalorte der Europa League