Rippenprellung und Atembeschwerden bei Alaba

Gnabrys Spielball auf Wanderschaft und Kovacs Lob für Neuer

Niko Kovac (li.), Serge Gnabry

Hatten gut lachen: Niko Kovac (li.) und Serge Gnabry mit dem Spielball des 7:2-Erfolgs. imago images

"Wir wussten, was uns hier erwartet und das haben wir in den 25, 30 Minuten auch erlebt. Manu hat uns da im Spiel gehalten", konstatierte Niko Kovac nach der Partie bei "DAZN". "In England musst du auch dagegenhalten, die Aggressivität hat erst gefehlt. Dann hat Lewy (Robert Lewandowski; d. Red.) eine Balleroberung gehabt, die wie eine Initialzündung wirkte. Ab der 30. Minute haben wir es dann sehr gut gemacht. Das, was wir dann in der zweiten Halbzeit gespielt haben, war das, was ich mir gewünscht habe", freute sich der Coach anschließend über die Leistung seines Teams.

Auch der für seine starke Vorstellung in der ersten halben Stunde gelobte Neuer relativierte das am Ende überdeutliche Ergebnis ein wenig. "Wir haben mit einem engem Spiel gerechnet und sind super froh. Wir haben unsere Torchancen heute gut genutzt, nicht so wie in Paderborn. In der ersten Hälfte waren wir aber nicht klar dominant. Tottenham hätte zur Pause auch führen können", meinte der Nationalkeeper, der angesichts der Durchschlagskraft seiner Mitspieler - und insbesondere des vierfachen Torschützen Gnabry - Mitleid mit seinem Gegenüber hatte: "Er hat ja viel Zug zum Tor und kann super abschließen - egal ob mit rechts oder links. Hugo Lloris hat mir da heute schon ein bisschen leidgetan", sagte Neuer zur Torgala des ehemaligen Arsenal-Spielers Gnabry.

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Der 24-Jährige selbst wunderte sich selbst ein wenig über seinen offensiven Ausbruch: "Ich habe eineinhalb Saisons auf mein erstes Champions-League-Tor gewartet, jetzt waren es gleich vier", so Gnabry, der sich nach der Partie den Spielball sichern wollte, den Mitspieler Javi Martinez beim Jubeln mit den Fans aber plötzlich in die Zuschauerränge drosch. Zum Leidwesen Gnabrys, der am Ende aber von einem weiteren Happyend berichten konnte. "Ich habe mir den Ball gesichert, ich habe ihn wiederbekommen."

Rippenverletzung bei Alaba - "Wissen nicht, wie schlimm es ist"

Kleiner Wermutstropfen des Kantersiegs in London: David Alaba - gerade erst nach Muskelfaserriss wieder in der Startelf - zog sich bei einem rustikalen Einsteigen von Serge Aurier, der schon in der 9. Minute mit beiden Füßen auf dem am Boden liegenden Österreicher gelandet war, eine Blessur zu und musste nach der Pause in der Kabine bleiben. "Er hat sich eine Rippenprellung zugezogen und hat Atembeschwerden. Wir wissen noch nicht wie schlimm es ist", sagte Kovac, für den Auriers Aktion nach Betrachtung der Video-Bilder "eine klare Rote Karte" gewesen sei.

jom

Bilder zur Partie Tottenham Hotspur - Bayern München