Alles rund um Worlds

Mit deutschem Titelaspirant: Die LoL-Weltmeisterschaft beginnt

Das Objekt der Begierde: der Summoners Cup.

Das Objekt der Begierde: der Summoners Cup. lolesports

Ein Jahr lang arbeiten über 100 Teams in 13 Ligen auf die Weltmeisterschaft hin. Viele scheiterten, ein paar hatten Erfolg. Denn nur wer in seiner heimischen Liga überzeugt, darf am Ende der Saison nach dem WM-Pokal, dem Summoners Cup. Zuletzt ging die Trophäe stets nach Asien. Dieses Mal könnte sich das jedoch ändern. Passend zur Weltmeisterschaft in Europa sind die Heimmannschaften in Bestform.

Deutscher Titelkandidat

Europa wird bei Worlds 2019 durch drei Teams vertreten: G2 Esports, Fnatic und Splyce. Als amtierender Champion der heimischen Topliga, der LEC, liegt auf G2 ein besonderes Augenmerk. Das Star-Ensemble mit Spielern aus ganz Europa bewies erst vergangenen Mai, dass sie die internationale Konkurrenz nicht fürchten müssen: Beim Mid-Season-Invitational gewann G2 den Titel und besiegte auf dem Weg dahin selbst Koreas Meister SK Telecom T1. Cheftrainer des Titelanwärters ist der Deutsche Fabian 'GrabbZ' Lohmann. Er geht bereits in seine zweite Weltmeisterschaft mit der Organisation. Vergangenes Jahr war im Halbfinale Schluss, dieses Mal könnte es sogar für den Gesamtsieg reichen.

Der deutsche Einfluss ist noch bei einem zweiten Team zu sehen. Die Organisation Unicorns of Love kommt ursprünglich aus Deutschland, transferierte die League-of-Legends-Mannschaft zur Saison 2019 aber nach Russland, wo es direkt zur Meisterschaft ging. Trainer ist Fabian 'Sheepy' Mallant. Der Deutsche coachte UOL schon zu EU-LCS-Zeiten. Im Titelkampf spielt seine Mannschaft aber nur eine untergeordnete Rolle.

Selten gab es bessere Chancen auf einen deutschen WM-Gewinner als mit Fabian 'GrabbZ' Lohmann.

Selten gab es bessere Chancen auf einen deutschen WM-Gewinner als mit Fabian 'GrabbZ' Lohmann. lolesports

Klarer Favorit? Fehlanzeige!

Zum Favoritenkreis bei Worlds zählen neben G2 Esports auch Fnatic, FunPlus Pheonix (China), SK Telecom T1 (Südkorea), Griffin (Südkorea), Royal Never Give Up (China) und Team Liquid (Nordamerika). Damit ist das Rennen um den Summoners Cup und einen noch nicht angekündigten Preispool in Millionenhöhe so offen wie selten zuvor. Erste Umfragen in der Community sahen G2 Esports und SK Telecom T1 jedoch vorne.

Fünfwöchiges Spektakel

Die Weltmeisterschaft dauert vom 2. Oktober bis zum 10. November an. Los geht es mit der Vorrunde, die bis zum 8. Oktober in Berlin läuft. Dabei kämpfen die zwölf an den niedrigsten eingestuften Mannschaften, zu denen auch Unicorns of Love und Splyce zählen, um vier Plätze in der Gruppenphase. Die wird wiederum vom 12. bis zum 20. Oktober ausgetragen - weiterhin in Berlin. Für die Viertel- sowie Halbfinals geht es an den beiden folgenden Wochenenden nach Madrid. Am 10. November kommt die Weltmeisterschaft mit dem großen Finale in Paris zum Abschluss.

Christian Mittweg