Sprinter lässt seine Zukunft offen

Greipel und Arkea-Samsic gehen getrennte Wege

André Greipel

André Greipel wird nur noch einmal im Trikot von Arkea-Samsic fahren. imago images

"Vor ca. 4 Wochen habe ich die Geschäftsführung gebeten, den Vertrag zum Jahresende zu kündigen. Emmanuel Hubert (Teammanager, d.Red.) und die Teamleitung haben dieser Bitte zugestimmt", sagte Greipel.

Greipel schloss sich erst vor dieser Saison dem französischen Zweitligisten an, der mit Macht in die WorldTour drängt. Ursprünglich lief sein Kontrakt noch bis Ende 2020, nun trennen sich die Wege vorzeitig. Sein Abschied hat sich aber angedeutet, Greipel konnte in den zurückliegenden Monaten keine nennenswerten Erfolge verbuchen. "Ich hätte die Saisonstatistik gerne erweitert, war aber nicht optimal auf meine Saisonhöhepunkte vorbereitet", sagte Greipel, der zudem im Frühjahr von einer bakteriellen Erkrankung zurückgeworfen wurde.

Hubert musste ebenfalls eingestehen, dass er sich von Greipel deutlich mehr versprochen hatte. "Natürlich bin ich von Andrés Leistungen in dieser Saison enttäuscht", sagte Hubert, "unsere gemeinsamen Ergebnisse waren alles andere als zufriedenstellend." Deshalb habe er und die Teamleitung auch den Wunsch Greipels nach einer vorzeitigen Vertragsauflösung entsprochen. "Persönlich habe ich einen großartigen Champion und Menschen getroffen. Ich wünsche ihm viel Glück bei seinen zukünftigen Bemühungen", schloss Hubert.

Greipel wird Anfang November "über die Radsaison 2020 informieren"

Wohin Greipels Weg nun führt, ließ er offen. Vielmehr kündigte er an, zunächst Familienurlaub zu machen und in den kommenden Wochen weder seine sozialen Kanäle zu bedienen noch für Anfragen der Medien zur Verfügung zu stehen. "In der Woche vom 4. bis 10. November werde ich dann über die Radsaison 2020 informieren", kündigte Greipel an.

Greipel ist mit 22 Tagessiegen der erfolgreichste deutsche Fahrer bei den großen drei Landesrundfahrten Tour, Giro und Vuelta. In seiner gesamten Karriere konnte er über 100 Einzelsiege feiern, zudem wurde er dreimal deutscher Meister.

jer