Gladbach: Roses System ist nicht unumstößlich

Warum Dauerläufer Kramer ratlos ist

"Ich habe gegrübelt und nach einer schlüssigen Erklärung gesucht": Mönchengladbachs Christoph Kramer. picture alliance

Laszlo Benes musste kurzfristig passen, also baute Rose um, setzte im 4-2-3-1 auf eine Doppelsechs und beorderte Christoph Kramer in die Startelf. Ob das auch am Donnerstag beim türkischen Vizemeister Basaksehir Istanbul so sein wird, hängt natürlich auch davon ab, ob Benes, den am Samstag eine Muskelverhärtung stoppte, rechtzeitig fit wird.

Kramer aber könnte am Donnerstag, wenn sich Borussia anschickt, nach dem blamablen 0:4 gegen den Wolfsberger AC in Vorrundengruppe J den Anschluss nicht zu verlieren, ebenfalls ein Kandidat für die Startelf sein.

Kramer laufstark wie immer

Der Weltmeister sorgt für Struktur im Spiel, ist sich für keinen Weg zu schade, taktisch gewieft und entschlossen. Und überdies war er in Hoffenheim laufstark wie immer, mit 11,51 absolvierten Kilometern war er der laufstärkste Gladbacher.

In Istanbul muss Borussia unbedingt punkten, um Anschluss zu halten. Warum sich die Fohlen derzeit in fremden Stadien offensichtlich leichter tun, bewegt natürlich auch Routinier Kramer. "Ganz ehrlich, ich habe ein bisschen gegrübelt und nach einer schlüssigen Erklärung gesucht", erzählt der Dauerläufer. "Aber ich muss ganz offen sagen: Es ist mir keine eingefallen."

Kramers Ausblick auf Istanbul: "Das ist ein brutal wichtiges Spiel, wir sollten in jedem Fall da punkten, am besten mit einem Dreier." Aber auswärts fühlt sich Borussia ja ohnehin deutlich wohler.

Oliver Bitter