Schulterverletzung muss operiert werden

Bittere Nachricht für Frankfurt: Trapp fällt für die Hinrunde aus

Kevin Trapp

Fällt für den Rest der Hinrunde aus: Frankfurts Keeper Kevin Trapp. imago images

Die Erstdiagnose nach dem Spiel in Berlin, bei dem Trapp in der Schlusssekunde mit dem ebenfalls verletzten Makoto Hasebe zusammengeprallt war, wurde am Montag durch einen Schulterspezialisten bestätigt. Der 29-Jährige muss sich nun einer Operation unterziehen. "Das ist leider keine gute Nachricht für Kevin und für uns. Wir wünschen ihm gute Besserung und sind zuversichtlich, dass er in bester Verfassung zurückkommt", sagte Sportdirektor Bruno Hübner.

Der Ausfall des Nationaltorhüters wiegt schwer. Trapp war zu Ende der Transferperiode des Sommers 2018 zunächst für ein Jahr von Paris St. Germain ausgeliehen und vor Beginn der laufenden Spielzeit fest verpflichtet worden. In der laufenden Saison kommt der gebürtige Saarländer in sechs Ligaspielen auf einen Notenschnitt von 3,00, 2018/19 war es eine 2,82. "Es war natürlich eine riesen Enttäuschung, wir stehen am Anfang der Saison und ich habe mich wieder richtig gut gefühlt auf dem Platz", wird Trapp auf der Eintracht-Website zitiert. "Wir kamen gut rein und haben wieder angefangen, erfolgreich zu spielen. Ich hatte das Gefühl, dass der Mannschaft helfen konnte und dann bekommt man so eine Nachricht. Im ersten Moment ist es natürlich für mich persönlich schockierend, aber ich glaube, es war für alle keine schöne Nachricht. Um die Operation komme ich leider nicht herum, aber ich werde positiv bleiben."

Ihm gilt unser vollstes Vertrauen, er wird Kevin sicherlich gut vertreten.

Bruno Hübner

Trapp wird nun aller Voraussicht nach von Frederik Rönnow vertreten. Der Däne war 2018 nach dem Abgang von Lukas Hradecky zu Bayer Leverkusen als neue Nummer 1 verpflichtet worden, konnte auch wegen anhaltender Verletzungsprobleme aber zunächst nicht überzeugen. Sein Pflichtspieldebüt im Supercup gegen den FC Bayern (0:5) missriet völlig (kicker-Note 6), es folgte das Pokalaus beim Viertligisten SSV Ulm (1:2).

In der Bundesliga kam er danach nur noch zweimal zum Einsatz. Nun muss er beweisen, dass er Trapp adäquat ersetzen kann. Hübner: "Ihm gilt unser vollstes Vertrauen, er wird Kevin sicherlich gut vertreten."

Patrick Kleinmann

Die kicker-Elf: Erstmals keine Bayern und Dortmunder