Nürnberg gefällt beim 4:0 in Hannover nicht nur bei Standards

FCN im Rausch - "Jetzt heißt es dranbleiben"

Nürnberg jubelt: Michael Frey, Hanno Behrens und Georg Margreitter (v.l.) feiern in Hannover.

Nürnberg jubelt: Michael Frey, Hanno Behrens und Georg Margreitter (v.l.) feiern in Hannover. imago images

Hanno Behrens ließ sich auf die Knie fallen, ballte beide Fäuste und schrie seine Freude mit verschlossenen Augen in den Hannoveraner Abendhimmel. Es war eine große Last, die in diesem Augenblick von Nürnbergs Kapitän abfiel. Behrens hatte - endlich mal wieder - ein Tor für den Club erzielt und den FCN-Sieg Konturen annehmen lassen. Es war das 2:0 nach knapp einer halben Stunde, am Ende gewann die Mannschaft von Trainer Damir Canadi gar 4:0 in der HDI Arena.

Taktisch äußerst diszipliniert, defensiv ausgesprochen aufmerksam und in aller Regel gradlinig im Konterspiel: So präsentierte sich Nürnberg am Montagabend. Es war ein rundum gelungener Auftritt, einer, der der Mannschaft nach durchwachsenen ersten Saisonwochen Auftrieb verleihen und womöglich gar den Wendepunkt darstellen könnte. "Ich denke, das tut uns allen gut", sagte Torschütze Robin Hack nach der Partie am Sky-Mikrofon, während sein Trainer mahnte: "Wir müssen es bestätigen. Jetzt heißt es dranbleiben."

FCN ging mit der Führung dieses Mal richtig um

Spielbericht

Gleichwohl hob Canadi auch hervor, was sein Team in Hannover so stark gemacht hatte. So sei nicht nur der Spielverlauf "gut für uns" gewesen, weil schon der erste Abschluss, ein Kopfball von Georg Margreitter, zum Erfolg geführt hatte - dieses Mal habe es seine Mannschaft auch verstanden, richtig mit der Führung umzugehen. Wenngleich Hannover rund drei Viertel Ballbesitz hatte, verfiel Nürnberg nie in Passivität, sondern wehrte sich - und legte nach dem frühen 1:0 nach. Deshalb lobte Canadi seine Spieler, dass sie in der Defensive "hervorragend gearbeitet" hätten und in der Offensive "sehr effektiv" gewesen seien.

"So ein Sieg", meinte der FCN-Coach, "gibt sehr viel Selbstvertrauen." Die nächste Aufgabe hat es allerdings auch in sich: Am Sonntag kommt der FC St. Pauli ins Nürnberger Max-Morlock-Stadion. Die Hamburger haben - ebenso wie der Club - keines der vergangenen fünf Spiele verloren.

lei