Bundesliga

Sahin darf gleich in Dortmund bleiben

Kohfeldt freut sich über wertvollen Punkt

Sahin darf gleich in Dortmund bleiben

Nuri Sahin

Sein Wunsch wurde erfüllt: Nuri Sahin. imago images

"Die erste Halbzeit geht klar an die Borussia", sagte Nuri Sahin nach Abpfiff bei "Sky" und lieferte auch gleich die Erklärung, warum das so war: "Wir haben nach dem 1:0 aufgehört, nach vorne zu spielen." Allerdings stellte der Mittelfeldmann auch fest, dass "wir es in der 2. Halbzeit gut gemacht und verdient den Punkt geholt gehaben".

Der gebürtige Lüdenscheider, der noch in Dortmund fest verwurzelt ist, äußerte auch den Wunsch, nicht unmittelbar mit der Mannschaft die Heimreise antreten zu müssen. Er wollte noch ganz offensichtlich eine Nacht in der Heimat verbringen. Sein Wunsch wurde erfüllt, jedenfalls bestätigte dies SVW-Trainer Florian Kohfeldt vor laufender Kamera. Seine Spieler hätten in der "zweiten Halbzeit ein top Spiel gemacht, da kann man auch ein bisschen Geschenke verteilen".

Klare Worte von Kohfeldt

Alles super in Bremen also? Nein. Denn Kohfeldt macht auch deutlich, dass er mit der Leistung in "der ersten Halbzeit nicht zufrieden" sei. Der Trainer monierte "so ein bisschen gefühlte Sicherheit" nach dem 1:0, die aber trügerisch war. Kritik gab es für das Spiel auf den Außenbahnen. "Wir hatten auf den Flügeln die Situationen, die wir wollten", erklärte der 36-Jährige und stellte fest, dass sein Team dort aber "erst nach der Pause zugepackt" habe.

"Ballzirkulation gegen Dortmund ist möglich, aber das muss man sich trauen."

Florian Kohfeldt

Vor dem Seitenwechsel hätten seine Spieler zu zaghaft agiert, nach Wiederanpfiff sei es besser gelaufen. Da hatte Werder auch etwas mehr Spielanteile. Und die waren wichtig, wie Kohfeldt betonte: "Ballzirkulation gegen Dortmund ist möglich, aber das muss man sich trauen."

Sahin lobt "höheres Niveau" im Training

Unter dem Strich war es ein verdienter Punkt für die Hanseaten. Ein Punkt, der laut Kohfeldt "sehr viel wert ist", weil man ihn im Vorfeld "nicht eingerechnet" hat. Noch mehr an Bedeutung gewinnt das Remis mit Blick auf die "Phase, in der wir sind".

Mit Phase meint Kohfeldt die Tatsache, dass so viele wichtige Spieler zuletzt ausgefallen sind. Für Sahin hatte dies zwar auch etwas Gutes ("Man rückt enger zusammen"), allerdings überwiegen nun wieder die Vorteile, wenn mehr und mehr gestandene Spieler zurückkehren, allein schon im Training habe man "ein höheres Niveau".

drm